Das Nao-Team-Humboldt aus dem Institut für Informatik ist bei der
RoboCup-Weltmeisterschaft in Singapur Vize-Weltmeister in der 3D
Simulationsliga des Roboter-Fußballs geworden. In einem sehr
ausgeglichenen und spannenden Spiel hatten beide Finalisten mehrere
Torchancen. Nachdem die reguläre Spielzeit mit 0:0 endete, ging es in
die Verlängerung, wo es dem chinesischen Team Apollo3D gelang, eine
günstige Gelegenheit auszunutzen und das Siegtor zu schießen.
Fußballspielende Roboter sind ein ausgezeichnetes Testfeld für das
Studium der Künstlichen Intelligenz: Intelligenz braucht einen Körper,
um die Welt zu begreifen. Maschinen können heute ausgezeichnet
Schachspielen, aber noch lange nicht die reale Welt verstehen und sich
selbständig in ihr bewegen. Natürliche Systeme erfassen ihre Umgebung
mit Hilfe zahlreicher multimodaler und redundanter Sensoren. Sie können
äußerst komplexe Bewegungen ausführen, wobei wiederum zahlreiche
Sensoren verwendet werden, die mit flexiblen und elastischen Aktuatoren
direkt gekoppelt sind. Inspiriert von solchen Leistungen wird das
Fußballspiel benutzt, um sich in den verschiedenen Ligen des RoboCup an
zahlreichen Herausforderungen zu versuchen, die von der Bewegung über
die Wahrnehmung und Szeneninterpretation bis hin zur Koordination im
Teamspiel reichen. Roboter, die das Fußballspielen beherrschen, könnten
auch zahlreiche andere Aufgaben übernehmen.
Weitere Informationen:
Heinrich Mellmann
http://www.naoteamhumboldt.de/