Die Nachfahren des Chemie-Nobelpreisträgers Eduard Buchner haben sich
entschlossen, die Nobelpreisurkunde und -medaille der
Humboldt-Universität zu Berlin zu schenken. Die Urkunde wird künftig im
Universitätsarchiv bewahrt, die Nobelpreismedaille die Medaillensammlung
der Universität ergänzen. „Es ist außergewöhnlich, solch wertvolle
Stücke angeboten zu bekommen. Die Universität ist der Familie zu großem
Dank verpflichtet. Urkunde und Medaille ergänzen die historischen
Sammlungen der Universität in wunderbarer Weise. Zukünftig werden beide
Stücke im Rahmen von Ausstellungen der interessierten Öffentlichkeit
zugänglich gemacht“, sagt Universitätskustodin Angelika Keune.
Eduard Buchner wurde 1860 als Sohn eines Arztes und Professors für
Gerichtsmedizin in München geboren. Sein 1878 begonnenes Chemie-Studium
an der Technischen Hochschule München unterbrach er von 1882 bis 1883,
um als technischer Leiter in einer Konservenfabrik zu arbeiten. Zu
dieser Zeit kam Buchner erstmalig mit der Problematik Gärung in
Berührung. 1896 folgte er einem Ruf an die Universität Tübingen und
veröffentlichte eine Arbeit mit dem Titel „Über alkoholische Gärung ohne
Hefezellen“. 1898 wechselte Eduard Buchner an die Landwirtschaftliche
Hochschule in Berlin, wo er 1907 für seine Entdeckung der zellfreien
Gärung den Nobelpreis für Chemie erhielt. Danach folgten
wissenschaftliche Stationen in Breslau und Würzburg. Mit Ausbruch des
ersten Weltkriegs wurde auch Eduard Buchner vom Militär eingezogen, um
in einem Feldlazarett in Rumänien zu arbeiten. 1917 wurde er durch eine
Granate verwundet und erlag seinen Verletzungen.
Vertreter der Medien sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.
WEITERE INFORMATIONEN
Constanze Haase
Humboldt-Universität zu Berlin
Pressesprecherin des Präsidenten (amtierend)
Tel.: 030 2093-2332
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