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Von der Notwendigkeit der Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten

Eine internationale Tagung vom 13. bis 14. Januar 2012 an der Humboldt-Universität zu Berlin / Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble hält Eröffnungsrede


Obwohl seit nunmehr 30 Jahren Diskussionen um die Einführung eines Insolvenzverfahrens für Staaten in regelmäßigen Abständen entbrennen und der Internationale Währungsfonds (IWF) im Jahr 2001 mit dem Vorschlag der Einführung des unabhängigen Schuldenrückführungsmechanismus (Sovereign Debt Restructuring Mechanism) überraschte, blieb die Thematik im europäischen Wirkungskreis weitestgehend unbeachtet. Spätestens seit Griechenland im Mai 2010 erklärte, seine Schulden nicht länger begleichen zu können, ist die Brisanz der Thematik auch in Europa über die Fachkreise hinaus in aller Munde. Vom 13. bis 14. Januar 2012 lädt Christoph G. Paulus, Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht an der Humboldt-Universität, internationale Finanz- und Insolvenzrechtexperten zu einer Tagung ein, um gemeinsam Nutzen und Nachteil eines möglichen Insolvenzverfahrens für Staaten zu erörtern.  


Internationale Tagung:
„A Debt Restructuring Mechanism for European Sovereigns – Do We Need a Legal Procedure?”

am 13. und 14. Januar 2012
im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10117 Berlin


„Griechenland zeigt uns, dass es sich um ein Phänomen handelt, welches jeden Staat betreffen kann. Bislang gibt es keine ausreichend rechtlichen Handhaben für die Bewältigung einer Staateninsolvenz. Einen Schritt hin zur Verbesserung der bestehenden Situation ist die Schaffung einer Instanz zur Schuldenregulierung, die von neutraler Seite aus das Problem bewältigt“, sagt Professor Paulus. Auf der Konferenz diskutieren daher international renommierte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik umfassend die Chancen und Risiken der Einführung eines Verfahrens zur Restrukturierung überschuldeter Staaten. Um neben der europäischen auch die globale Bedeutsamkeit der Fragestellung zu unterstreichen, nehmen der Chefsyndikus des IWF, Sean Hagan, und Prof. Dr. Ignacio Tirado von der Weltbank ebenfalls an der Konferenz teil. Die Eröffnungsrede hält Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble.

Die Konferenz wird in englischer Sprache durchgeführt. Ausführliche Informationen sowie das Tagungsprogramm können online abgerufen werden unter:
http://www.hu-berlin.de/pr/medien/aktuell/material/pm_120104_00/flyer
http://www.hu-berlin.de/pr/medien/aktuell/material/pm_120104_00/programm

Professor Paulus im Podcast:
http://www.hu-berlin.de/ueberblick/wissenschaft-forschung/humboldtianer/christoph-paulus
 


ANMELDUNG

Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter:


Das Institut für Interdisziplinäre Restrukturierung (iir) e. V. wurde im Oktober 2009 gegründet. Es wird als selbstständiges, in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin agierendes Institut betrieben. Aufgabe des Instituts ist die Interessenoptimierung der Beteiligten im System des deutschen und internationalen Sanierungs- und Insolvenzrechts. In Kooperation mit der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitet das iir an der wesentlichen Verbesserung des Zusammenwirkens der Beteiligten eines Insolvenzverfahrens. Ein Schwerpunkt liegt hier in der interdisziplinären Zusammenarbeit der politischen, juristischen, betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und technischen Grunddisziplinen. Chancen und Möglichkeiten des modernen Insolvenzrechts sollen durch das iir hervorgehoben und ein praktisch umsetzbares Restrukturierungsmodell erarbeitet werden.
 


WEITERE INFORMATIONEN

Prof. Dr. Christoph G. Paulus, LL. M. (Berkeley)
Institut für Interdisziplinäre Restrukturierung (iir) e. V.
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 10
10117 Berlin
Tel.: 030 4606055-0
E-Mail: info@iir-hu.de
Web: http://www.iir-hu.de/

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Pressemitteilung vom 04.01.2012, erstellt von Susanne Cholodnicki