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Ausbildung zum Innovationspromotor

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin haben eine Ausbildung entwickelt, die die Innovationsfähigkeit von Unternehmen fördern kann. Der neue Ausbildungsjahrgang zum Innovationspromotor startet im April 2013. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Die Ausbildung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte, die Veränderungsprozesse und Innovationen in ihren Unternehmen vorantreiben wollen. Denn einzelne Mitarbeiter können bei Innovationen eine entscheidende Rolle spielen: Sie treiben ins Stocken geratene Prozesse voran und steuern Projekte über Stolpersteine hinweg. Forscherinnen und Forscher von GI:VE – einem aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Wissenschafts-Praxis-Projekts – haben daher ein Ausbildungskonzept mitentwickelt, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu genau solchen Innovationspromotoren qualifiziert.

GI:VE steht für „Grundlagen nachhaltiger Innovationsfähigkeit: Vertrauenskultur und Evolutionäre Wissensproduktion“. Es wurde in einer Kooperation von Psychologinnen und Psychologen der Humboldt-Universität und Beraterinnen und Beratern des An-Instituts artop – Institut für Beratung, Forschung und Ausbildung – durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, die organisationalen Bedingungen von erfolgreichen Innovationen weiter zu erforschen und darauf aufbauend wissenschaftlich fundierte Interventionsmaßnahmen für die unternehmerische Praxis zu erproben.

Auf Grundlage eines von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Beraterinnen und Beratern entwickelten Fragebogens wurden in 100 klein- und mittelständischen Unternehmen Daten erhoben, die es ermöglichen, erfolgreiche und weniger erfolgreiche Innovationsprozesse zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen: Zu den wichtigsten Eigenschaften einer für Innovationen förderlichen Organisationskultur gehört eine hohe Koordinationsfähigkeit. „Nicht auf den Verlauf des Innovationsprozesses selbst kommt es an, sondern die Bedingungen unter denen ein Innovationsprozess abläuft, entscheiden über den Erfolg“, sagt Organisationspsychologe Wolfgang Scholl, emeritierter Professor der Humboldt-Universität und Initiator sowie Mitgründer von artop.

Innovationspromotor

Im Rahmen des GI:VE-Projekts wurde daher ein Qualifikationsansatz entwickelt, der dem Bedarf nach kompetenten Innovationspromotoren, die diese wichtigen Koordinationsprozesse begleiten können, Rechnung trägt. Durch die Ausbildung werden die Teilnehmenden dazu befähigt, bei Innovations- und Veränderungsvorhaben in ihren Unternehmen selbst beratend und unterstützend wirksam zu werden. Der erste Ausbildungsjahrgang ist mit 15 Teilnehmenden – darunter Trainees und Doktoranden, Projektleitende, Geschäftsführer und Betriebsräte aus Gesundheitswesen, Gastronomie, IT, Telekommunikation, Bauwesen und Industrie – erfolgreich beendet worden. Der neue Ausbildungsgang startet am 15. April 2013 und endet im Februar 2014. Er ist modular strukturiert und besteht aus neun Zwei-Tages-Seminaren und einem Drei-Tages-Seminar.

Weitere Informationen und Anmeldung

 

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Scholl  
Institut für Psychologie
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Tel.: 030 2093-9355
schollwo@hu-berlin.de

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