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Abb.: Philipp Plum

Presseportal

Historische Grundlagen ökonomischen Handelns

Neues Schwerpunktprogramm wird von DFG gefördert

Nichts ist so unsicher wie die Zukunft, dennoch stehen wir tagtäglich vor Entscheidungen, die diese möglichst sinnvoll beeinflussen sollen. Gerade in Krisenzeiten sind Erwartungen, die wir aufgrund von Erfahrungen haben, elementare Voraussetzung, um die Unsicherheit in Entscheidungsprozessen zu überwinden. 

In dem Schwerpunktprogramm „Erfahrung und Erwartung. Historische Grundlagen ökonomischen Handelns“ unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Nützenadel vom Institut für Geschichtswissenschaften und Prof. Dr. Jochen Streb von der Universität Mannheim wird nun erforscht, wie Erwartungen Handlungswissen generieren und im Laufe der Geschichte ökonomischen Entscheidungssituationen beeinflussen. Ökonomische Erwartungsbildung wird dabei als komplexer Prozess begriffen, der durch historische Ereignisse und Erfahrungen maßgeblich geprägt wird. Krisen, Schocks und Strukturbrüche müssen als zentrale Determinanten von Erwartungsbildung analysiert werden. Schließlich dürften Erwartungen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krisen spielen, sondern sich auch in ihrem Verlauf verändern.

Das Schwerpunktprogramm untersucht interdisziplinär das Verhältnis von historischer Erfahrung und ökonomischer Erwartungsbildung anhand der fünf Themenfelder Finanzmärkte, Unternehmen, Konsum, Wirtschaftspolitik und ökonomische Experten, um eine möglichst breit angelegte empirische Analyse über längere Zeiträume zu ermöglichen. Die HU Berlin übernimmt die Koordination des Schwerpunktprogramms.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Schwerpunktprogramm „Erfahrung und Erwartung. Historische Grundlagen ökonomischen Handelns“ zusammen mit 15 weiteren Programmen, die sich unter 72 Konzepten durchsetzen konnten. Für die insgesamt 16 neuen Schwerpunktprogramme stehen in einer ersten Förderperiode in den kommenden drei Jahren insgesamt 89 Millionen Euro zur Verfügung.

Kontakt

Prof. Dr. Alexander Nützenadel     
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Geschichtswissenschaften

Tel.: 030 2093-70584     
nuetzenadel@geschichte.hu-berlin.de
 

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