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Trainieren der Achtsamkeit fördert Steigerungen im Leistungssport

HU-Studie: Konzentrationsfähigkeit und Emotionsregulierung werden verbessert

Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) haben herausgefunden, dass das Trainieren der Achtsamkeit nicht nur die Leistung beim Sport steigert, sondern auch das Erlernen des Flows-Zustands erleichtert, die Konzentrationsfähigkeit steigert und zudem als Mittel zur Regulation von Emotionen eingesetzt werden kann. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Leistungssport.

Das Training der Achtsamkeit entspringt einer fernöstlichen Tradition und hat schon seit langem das Interesse des Leistungssports geweckt. In einzelnen Fällen berichteten Trainer und Leistungssportler aus eigener Erfahrung über die erfolgreiche Umsetzung des achtsamkeitsbasierten Trainings im Leistungssport. Vor kurzem entdeckte auch die Sportpsychologie vor allem das Training der Achtsamkeit als eine psychologische Maßnahme zur Steigerung der Leistungsfähigkeit im Sport.

Diese innovativen Verfahren, die ursprünglich der buddhistischen Tradition entspringen, haben zur Emotionsregulation und zur Behandlung von affektiven Störungen den Eingang in die Praxis der Psychologie gefunden. Im Rahmen dieses achtsamkeitsbasierten Ansatzes wurden mehrere Programme zum Umgang mit Stress und negativen Emotionen entwickelt.

Die Ergebnisse der Evaluationsstudien zeigen, dass das achtsamkeitsbasierte Training sowohl in klinischen als auch in nicht-klinischen Populationen zur Reduzierung der Symptome von Stress, Angst und Depression führt sowie einen effektiven Umgang mit Emotionen schult. „Da ein effektiver Umgang mit eigenen Emotionen und Gedanken eine Voraussetzung für Höchstleistungen ist, liegt eine Übertragung dieses Konzepts auf den sportpsychologischen Kontext auf der Hand", sagt Prof. Dr. Darko Jekauc, Professor für Sportpsychologie an der HU.

Eine systematische Erforschung der Achtsamkeit und ihrer Wirkungen im Leistungssport hat bislang nur in Ansätzen stattgefunden. Einige wenige Studien liefern erste Hinweise, dass durch ein achtsamkeitsbasiertes Training die Konzentrationsfähigkeit, die Fähigkeit zur Regulation der Emotionen sowie der Flow-Zustand im Sport beeinflusst werden können. Es wird davon ausgegangen, dass Konzentrationsfähigkeit, Emotionsregulation und Flow-Zustand wichtige psychologische Aspekte im Leistungssport darstellen, die in unterschiedlichen Sportarten unterschiedlich zum Ausdruck kommen.

Publikation

Leistungssport 6/2015

Kontakt

Prof. Dr. Darko Jekauc
Abteilung für Sportpsychologie
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.:  030 2093-46043
darko.jekauc@hu-berlin.de

 

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Pressemitteilung vom 23.11.2015, erstellt von Ibou Diop