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Hasso Hofmann verstorben

Der deutsche Rechtsphilosoph und Verfassungsjurist Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Hasso Hofmann ist am 21. Januar im Alter von 86 Jahren verstorben.

Hasso Hofmann wirkte nach der politischen Wende 1989 am Neuaufbau der Juristischen Fakultät mit, hat diese in besonderer Weise geprägt, insbesondere ihren Grundlagenbezug als eine der drei Profillinien der Fakultät. Dank seiner Autorität und seines hervorragenden Rufs gelang es ihm, in kurzer Zeit den Erneuerungsprozess voranzutreiben. Deshalb wurde er 1992 als erster neu berufener Professor zum Vizepräsidenten der HU gewählt. „Sein Einsatz als Vizepräsident während dieser Umbruchsphase der Universität ging weit über das normale Maß eines Hochschullehrers hinaus“, hieß es in der Laudation anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2009. 

Als Professor für Recht, Rechts- und Staatsphilosophie wirkte er bis ins Jahr 2002 an der Fakultät und darüber hinaus lehrte er noch bis ins hohe Alter in der strukturierten Doktorandenausbildung.

Hofmann entfaltete große Strahlkraft weit über die Grenzen der Fakultät hinaus. Die Aufmerksamkeit einer breiten juristischen Öffentlichkeit erwarb er in den achtziger Jahren, als er sich in seiner Schrift „Rechtsfragen der atomaren Entsorgung“ mit der verfassungsrechtlichen Dimension der Atomenergie auseinandersetzte. Darüber hinaus war er Mitglied der Bayerischen und Gründungsmitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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