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Claudia Rankine hält Distinguished Du Bois Lecture an der HU

Claudia Rankine spricht am 8. Dezember über “Temporality, Affect, and Artmaking”
Lecia Brooks

Claudia Rankine

Nach über einem Jahr Pause findet die Distinguished Du Bois Lecture endlich wieder statt. In der 30. Distinguished Du Bois Lecture wird Claudia Rankine am 8. Dezember über “Temporality, Affect, and Artmaking” sprechen.

Mit Claudia Rankine kann die Reihe eine Sprecherin begrüßen, die sich mit den individuellen und kollektiven Auswirkungen von Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft auseinandersetzt. Im Sinne von Du Bois trägt Rankine mit ihren kreativen aber gleichzeitig auch forschenden und archivierenden Arbeiten zur Auseinandersetzung mit Rassismus bei. Sie analysiert, ähnlich wie Du Bois, die subtileren und weniger subtilen Formen von Rassismus und ist fundamental an Fragen der Bildung und der gesellschaftlichen Kommunikation zu dieser Problematik interessiert.

Claudia Rankine ist die Autorin von sechs Gedichtsammlungen und ist Mitherausgeberin von mehreren Anthologien, wie The Racial Imaginary: Writers on Race in the Life of the Mind. Seit 2016 ist sie zudem Mitbegründerin des Racial Imaginary Institute (TRII), welches sich für die Aktivierung interdisziplinärer Arbeit einsetzt und sich demokratisch mit Vorstellungen von race auseinandersetzt. Claudia Rankine wurde für ihre Werke und ihr Schaffen vielfach ausgezeichnet. Gegenwärtig hält Rankine die Frederick-Iseman-Professur und unterrichtet an der Yale University. 

Anne Potjans stellt die Sprecherin vor und moderiert den Abend. 

Termin

“Temporality, Affect, and Artmaking”
Donnerstag, 8. Dezember, 18.30 Uhr

Hörsaal 2094, Humboldt-Universität,
Unter den Linden 6

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten: xelha.sanchez@hu-berlin.de.

Bitte melden Sie sich wieder ab, falls Sie nicht kommen können, denn die Platzzahl ist begrenzt.

Über die Distinguished Du Bois Lecture 

Als Forum eines transatlantischen Austauschs zwischen Europa und den USA nimmt sich die Vorlesungsreihe zum Ziel, gesellschaftlich und politisch relevante Themen vor dem Hintergrund eines Verständnisses intersektionaler und kultureller Differenz zu diskutieren. Internationale Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen treten hier in einen Dialog und verhandeln Aspekte kultureller Übersetzung, soziopolitischer Verwerfungen und öffentlicher Kultur.

Über W. E. B. Du Bois

Die Reihe trägt den Namen eines der bedeutendsten amerikanischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts: W. E. B. Du Bois. Seine kulturellen und soziologischen Analysen, vor allem zur Bedeutung der Kategorie „race“, sollten sich als prägend für die Wissenschaft und prophetisch für die Gesellschaft erweisen. Als erster African American erhielt er im Jahre 1895 die Doktorwürde der Harvard University, studierte zuvor einige Zeit in Berlin an der Friedrich-Wilhelms-Universität und wurde 1958 mit der Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität zu Berlin ausgezeichnet. Als Mitbegründer rief er mit der NAACP eine der wichtigsten Bürgerrechtsorganisationen der USA ins Leben.

Weitere Informationen

Webseite der Du-Bois-Lecture