Das Hyphennetzwerk arbuskulärer Mykorrhizapilze im Boden: Ein potentieller Schlüssel zum besseren Verständnis von Ökosystemen und zum Management gartenbaulich genutzter Böden
Auf einen Blick
Projektbeschreibung
Obwohl die Hyphennetzwerke der Mykorrhizapilze eine entscheidende Rolle in der Funktion natürlicher und agrarischer Ökosysteme spielen, ist gerade über diesen wurzelexternen Teil der Mykorrhizen nur sehr wenig bekannt. Erkenntnisse über die Architektur des wurzelexternen Myzels im Boden und ihre Bedeutung für die Funktion der Symbiose zu gewinnen, gehört zu den größten Herausforderungen in der Mykorrhizaforschung. Erschwert werden entsprechende Studien beispielsweise durch die obligate Biotrophie der arbuskulären Mykorrhizapilze, die eine Kultivierung der Pilze in Abwesenheit einer Wirtspflanze unmöglich macht. Auch besteht eine große Schwierigkeit darin, Mykorrhizahyphen, die einen Durchmesser von nur wenigen Mikrometern haben, im Boden zu beobachten oder intakt aus dem Boden zu extrahieren (Dodd et al., 2000).
Um Erkenntnisse über das wurzelexterne Myzel zu gewinnen, die auch im Hinblick auf das Management von Mykorrhizen im Pflanzenbau von entscheidender Bedeutung sein könnten, bedarf es wissenschaftlicher Expertise in unterschiedlichen Disziplinen, sowie eines hohen Maßes an versuchstechnischem und analytischem Know-how.
Diesem hohen Anspruch wird das vorliegende Projekt durch Vernetzung von drei von Frauen geführten Forschergruppen gerecht, die ihre Expertise im Bereich der Pflanzenphysiologie, Molekularbiologie und Bodenbiologie gemeinsam nutzen werden. Das Forschungszentrum in Jülich / ICG III wird sein know-how im Bereich innovativer Technologien zur Isotopmessung zur Verfügung stellen. In Kooperation mit dem Institut für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) in Darmstadt sollen die neu gewonnenen, grundlegenden Erkenntnisse schließlich hinsichtlich Ihrer Bedeutung für das Management der Symbiose im ökologischen Gartenbau untersucht werden.