INKA BB: Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Region Berlin-Brandenburg
Auf einen Blick
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektbeschreibung
Der Klimawandel wird in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten deutlich rascher voranschreiten als im globalen Mittel. Bis 2040 ist mit einer bodennahen Lufttemperatur zu rechnen, die im Durchschnitt um 1,7 Grad Celsius über dem Wert des Jahres 1900 liegt. Dadurch steige das Risiko für "häufigere kleinräumige Wetterextreme", warnt die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) in einer aktuellen "Stellungnahme zur Klimaproblematik". Die Folgen machen sich besonders in Landwirtschaft und Gartenbau, aber auch in der Gesundheitsbelastung für den Menschen bemerkbar. Die für die Region Berlin-Brandenburg prognostizierten Klimaänderungen beinhalten insbesondere zunehmende Risiken durch Trockenheit. Dieses stellt gerade auf sandigen, ertragsarmen Böden eine existenzielle Bedrohung für die Produktion in Landwirtschaft und Gartenbau dar. Der Wandel des Klimas forciert die Suche nach Anpassungsalternativen an die sich verändernden Rahmenbedingungen. Dabei stehen Landwirten grundsätzlich sowohl direkte als auch indirekte Möglichkeiten offen. Beispielsweise können sie dem Klimawandel direkt begegnen, indem sie trockenheitresistentere Sorten einsetzen, das Anbauprogramm und die Fruchtfolge anpassen, Aussaat-Termine ändern oder intelligente bodenschonende und wassersparende Managementsysteme anwenden. Diesem Ansatz folgt eine Reihe von Projekten in dem geplanten Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Region Berlin-Brandenburg (INKA BB). Neben dieser direkten Strategie gibt es den indirekten Ansatz, welcher auf den Risikotransfer, die Schadenskompensation über Versicherungen setzt auch diesem Teilaspekt widmet sich das vorliegende Projekt. Über die Landnutzung hinaus bereiten die Auswirkungen der Klimaerwärmung eine Belastung für das Wohlbefinden der Menschen, dieses insbesondere in urbanen Regionen.
Die HUB verfügt in unterschiedlichen Instituten über Expertenwissen, welches zusammengenommen im Verbundprojekt INKA-BB zu Problemlösungsansätzen und Anpassungsstrategien an die zu erwartenden Klimaänderungen beiträgt. Zusätzlich ist die Universität ein Multiplikator des im Projekt erarbeiteten Wissens, welches direkt in die Lehre einfließt.