Kernstück des Zukunftskonzeptes, mit dem sich die Humboldt-Universität
zu Berlin (HU) bei der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern
beworben hat, ist das „Institute for Integrative Life Sciences“ (IILS),
das als Gründungsdirektor Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Direktor der
Klinik für Neurologie der Charité-Universitätsmedizin, aufbauen
soll. Er wurde am 5. Oktober 2007 für diese Aufgabe durch den
internationalen wissenschaftlichen Beirat des Instituts nominiert, der
sich zu seiner konstituierenden Sitzung traf.
„Wir freuen uns außerordentlich Prof. Einhäupl für diese Aufgabe
gewinnen zu können“, teilte Christoph Markschies, Präsident der
Humboldt-Universität, mit. „Prof. Einhäupl ist zugleich ein
herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften
und nicht zuletzt aufgrund seiner Tätigkeit im Wissenschaftsrat einer
der renommiertesten Wissenschaftsorganisatoren des Landes.“
Detlev Ganten, Vorstandsvorsitzender der Charité, sagte: „Die neuen
übergreifenden Strukturen eines gemeinsamen Instituts für
Lebenswissenschaften zwischen der HU, der Charité, dem
Max-Delbrück-Centrum und anderen Forschungspartnern wird uns
wissenschaftlich entscheidend voranbringen.“
Dem wissenschaftlichen Beirat gehören an:
Ernst Fehr, Universität Zürich
Uta Frith, University College London
Jacques Glowinski, Collège de France
Tomas Hökfelt, Karolinska Institutet Stockholm
Alejandro Kacelnik, Oxford University
Philip Stuart Kitcher, Columbia University New York
Elinor Ostrom, Indiana University
Marcus E. Raichle, Washington University
Chris Sander, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York
Rüdiger Wehner, Universität Zürich
Zum Vorsitzenden des Beirats wurde Alejandro Kacelnik aus Oxford
gewählt.
Am 19. Oktober 2007 entscheidet sich, ob die Humboldt-Universität mit
ihrem Konzept bei der Exzellenzinitiative erfolgreich sein
konnte.
Zukunftskonzept:
Die Humboldt-Universität zu Berlin als das Original der modernen
Reformuniversität übersetzt in ihrem Zukunftskonzept die
Grundprinzipien der Berliner Universitätsgründung in das
einundzwanzigste Jahrhundert: es werden Maßnahmen und Ideen zur
Verbindung von Forschung und Lehre, zum Austausch zwischen den
Disziplinen, zum Abbau von Hierarchien, zur Internationalisierung der
Forschung und Lehre, zur Nachwuchsförderung, zum Transfer in die
Zivilgesellschaft und zur strategischen Entwicklung exzellenter
Forschung entworfen.
Kernstück bildet das gemeinsam mit der Charité getragene „Institute
for Integrative Life Sciences“ (IILS), das ein breites Konzept von
Lebenswissenschaft vertritt. Im Bereich der Lebenswissenschaften –
vielfach als Leitwissenschaft des 21. Jahrhunderts bezeichnet – findet
an Schnittstellen die Zusammenarbeit von Geistes- und
Naturwissenschaften auf höchstem Forschungsniveau statt. Somit begegnet
die Humboldt-Universität der Komplexität lebenswissenschaftlicher
Fragestellungen und Herausforderungen, indem sie die
Lebenswissenschaften an der Berliner Humboldt Universität als eine
Integrationswissenschaft etabliert.
Lebenslauf Prof. Dr. Karl Max Einhäupl:
Neurologe, geboren 1947 in München. Studium der Humanmedizin an der
Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1974 Absolvent des deutschen
und amerikanischen Examens. 1975 Promotion an der LMU München. Von 1977
bis 1981 klinische Ausbildung am Klinikum Großhadern in München. Von
1981 bis 1982 psychiatrische Ausbildung und 1982 Übernahme der
ärztlichen Leitung am Behandlungszentrum für Multiple Sklerose. 1982
Rückkehr an das Klinikum Großhadern. 1986 Habilitation für das
Fachgebiet Neurologie. 1988 Berufung zum Professor an die Neurologische
Klinik der LMU München mit Schwerpunkt „Neurologische Intensivmedizin“.
Vier Jahre später Ruf auf Professur für Neurologie an der
Humboldt-Universität Berlin. Seit 1993 zugleich Direktor der Klinik für
Neurologie der Charité Berlin. Von 1995 bis 2005 Sprecher des
Sonderforschungsbereiches 507 „Die Bedeutung nichtneuronaler Zellen bei
neurologischen Erkrankungen“. Seit 1999 Sprecher des
Kompetenznetzwerkes „Schlaganfall“.
2004 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. 1998 - 2006 Mitglied des
Wissenschaftsrates, 2001 – 2006 Vorsitzender. 2001 Berufung zum
Mitglied in das Lenkungsgremium Nationales Genomforschungsnetz.
Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie und
Corresponding Member der American Neurological Association. 2002 Wahl
zum Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung Deutsche
Schlaganfallhilfe. Seit 2003 Mitglied des Gesundheitsforschungsrates
beim BMBF. Seit 2005 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher
Leopoldina. Seit 2007 Mitglied des Kuratoriums der
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 2007 Vorsitzender des
Hochschulrates der TU München.
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Christine Schniedermann
Pressesprecherin des Präsidenten
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