Prof. Dr. Liliana Ruth Feierstein hat am 31. Juli 2025 ihr Amt als Antisemitismus-beauftragte des Präsidiums der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) niedergelegt und an Niels Helle-Meyer, Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik der HU, übergeben. Feierstein ist Professorin für Transkulturelle Geschichte des Judentums an der HU und dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und wird für einen Forschungsaufenthalt längere Zeit im Ausland sein. Im April 2024 war sie vom Präsidium der HU zur ersten Antisemitismusbeauftragten ernannt worden. Der/die Antisemitismusbeauftragte arbeitet als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für jüdische Studierende und HU-Mitarbeitende eng mit dem neuen Zentrum Chancengerechtigkeit der HU zusammen. Niels Helle-Meyer erklärt zu seinem neuen Amt als Antisemitismusbeauftragter: „Ich freue mich sehr über das große Vertrauen, das mir mit dieser Ernennung entgegengebracht wird. Mein Ziel ist es, den begonnenen Weg hin zum Dialog und zu Projekten zur Prävention von Antisemitismus an der Humboldt-Universität erfolgreich auszubauen. Für jüdische Studierende und jüdische Mitarbeitende soll die Universität ein Raum größtmöglicher Sicherheit sein.“
HU-Präsidentin Julia von Blumenthal dankte Liliana Ruth Feierstein im Namen des Präsidiums für ihre Aufbauarbeit und ihren Einsatz: „Liliana Feierstein hat im Kampf gegen Antisemitismus im vergangenen Jahr an der HU viel bewegt und angestoßen. Sie hat in schwierigen und herausfordernden Zeiten mit viel persönlichem Engagement zahlreiche wegweisende Initiativen gestartet – von zusätzlichen Lehrveranstaltungen über Kurzvorträge und Schulungen für eine verbesserte Aufklärung und Prävention bis hin zu einer Klanginstallation zum Gedenken und für Trauerräume. Liliana Feierstein hat Vertrauen aufgebaut, sensibilisiert, beraten und informiert. Wir sind ihr für ihre Arbeit sehr dankbar und freuen uns, dass mit Niels Helle-Meyer ein Mitglied des Präsidiums selbst dieses wichtige Amt nahtlos übernimmt und darauf aufbauen wird.“