Preisträger*innen
Nominierungs- und Auswahlverfahren
Der „Preis für gute Lehre der Humboldt-Universität zu Berlin“ wird jährlich themenbezogen für herausragende Lehrkonzepte vergeben. Im akademischen Jahr 2025-2026 trägt der Lehrpreis das Thema “Chancengerechtes Lehren und Lernen”. Nominiert werden können alle Lehrenden mit institutioneller Anbindung an die HU. Vorschlagsberechtigt sind alle Mitglieder und Gremien der HU, also Studierende, Lehrende sowie das Personal in Wissenschaft, Technik, Service und Verwaltung. Studierendenvertretungen, Institute und Fakultäten sind am Auswahlverfahren ebenso beteiligt wie Vertreter*innen aller Statusgruppen.
- Den jährlichen Schwerpunkt und die entsprechenden Auswahlkriterien legt der/die Vizepräsident*in für Lehre und Studium fest. Der Schwerpunkt wird mit der Ausschreibung des Preises veröffentlicht.
- Der/die Vizepräsident*in für Lehre und Studium orientiert sich bei der Entscheidung sowohl an den Themenvorschlägen aus den letzten Nominierungsverfahren als auch am Votum der Studiendekan*innen.
- Alle Mitglieder der Universität sind vorschlagsberechtigt. Nominiert werden können Lehrende für alle Lehrveranstaltungen, die im laufenden akademischen Jahr an der Humboldt-Universität durchgeführt wurden.
- Selbstnominierungen werden nicht berücksichtigt.
- Vorschläge können mithilfe eines Online-Formulars bis zur Ausschreibungsfrist eingereicht werden. Die Vorschlagsbegründung sollte sich auf die Veranstaltung beziehen.
- Einreichung Lehrkonzept: Die nominierten Lehrenden werden über ihre Nominierung informiert und gefragt, ob sie an einer weiteren Berücksichtigung interessiert sind. Wer im Auswahlverfahren bleiben will, wird gebeten, ein Lehrkonzept für die nominierte Lehrveranstaltung einzureichen. Wer kein Lehrkonzept einreicht, kann im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden. Die Nominierung wird aber (sofern die Nominierten einverstanden sind) online auf den Seiten des Lehrpreises veröffentlicht.
- Stellungnahmen der Institute und Fachschaften: Die Fachschaften und Institute werden gebeten, eine Stellungnahme zu jedem nominierten Lehrkonzept ihrer Lehreinheit zu verfassen und diese dem/der Studiendekan*in ihrer Fakultät zusenden.
- Auswahl und Stellungnahmen der Dekanate: Die Dekanate treffen aus den Nominierungen innerhalb ihrer Fakultät eine Vorauswahl für die Jury. Sie verfassen ihrerseits eine Stellungnahme zu jedem empfohlenen Lehrkonzept.
- Die Nominierten werden darüber informiert, dass sie von ihrer Fakultät an die Jury weiterempfohlen wurden („Shortlist zum Preis für gute Lehre“) und erscheinen, sofern nicht anders gewünscht, auf der Shortlist des Preises.
- Die Jury entscheidet auf Grundlage der Auswahlkriterien über die Vergabe des Preises. Sie berücksichtigt die Vorschlagsbegründung sowie die abgegebenen Stellungnahmen und Lehrkonzepte. Die/der Preisträger*in der Shortlist wird zeitnah nach der Juryentscheidung informiert.
Die Jury für den „Preis für gute Lehre der Humboldt-Universität“ setzt sich zusammen aus der/dem Vizepräsident*in für Lehre und Studium, dem/der Preisträger*in des Vorjahres und sieben Vertreter*innen aller Statusgruppen. Die Zusammensetzung berücksichtigt möglichst alle Standorte der HU.
Die Jury zur Wahl der/des Preisträgerin/s besteht aus:
- Vizepräsident*in für Lehre und Studium
- Preisträger*in des Vorjahres
- Studiendekan*in einer Fakultät
- Ein*e Professor*in
- Ein*e wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
- Ein*e Mitarbeiter*in
- Ein*e Student*in
Der Preis für gute Lehre wird jeweils im Rahmen des Humboldt-Tages für gute Lehre im Sommersemester vergeben. Die für die Shortlist zum Preis für gute Lehre Nominierten können in einem Pitch ihre Lehrveranstaltung einem breiten Publikum präsentieren. Der/die Preisträger*in erhält die Gelegenheit einer ausführlichen Darstellung seines/ihres Projektes im Rahmen der Dankesrede.
Nominierte in den Fakultäten
Ausführliche Informationen zum diesjährigen und zu den vergangenen Preisen für gute Lehre und die Shortlister*innen sind im Moodle-Kurs Netzwerk gute Lehre zu finden.
Für den Preis für gute chancengerechte Lehre wurden 38 Lehrende aus folgenden Einrichtungen nominiert:
- Prof. Dr. Pauline Endres de Oliveira
Einführung in das deutsche und europäische Asyl- und Aufenthaltsrecht
Die Lehrveranstaltung „Einführung in das Asyl- und Aufenthaltsrecht“ verbindet juristische Grundlagenvermittlung mit einem konsequent studierendenzentrierten, partizipativen Lehrkonzept. In einem hybriden und inklusiven Format erschließt sie ein gesellschaftlich hoch relevantes und dynamisches Rechtsgebiet und befähigt die Teilnehmenden, rechtliche Fragen eigenständig, reflexiv und verantwortungsbewusst zu analysieren. Durch Gastvorträge und die enge Anbindung an die praxisorientierte Refugee-Law-Clinic-Struktur wird juristische Expertise als gesellschaftlich wirksame Ressource erfahrbar. Die Veranstaltung schafft damit einen innovativen Lernraum, der wissenschaftliche Lehre, Praxisbezug und demokratische Verantwortung nachhaltig miteinander verbindet. - Simone Kreutz
Feministische Perspektiven auf Gerechtigkeit
Das Seminar setzt sich mit Gerechtigkeit nach sexualisierter Gewalt auseinander und beleuchtet dieses weiterhin oft tabuisierte und durch Ausschlüsse betroffener Personen gekennzeichnete Thema aus machtkritischer und intersektionaler Perspektive. Es werden die Diversität und Ambivalenz von Gerechtigkeit diskutiert und nach praktischen Ansätzen für Veränderung gesucht. Ein zentraler Fokus liegt auf der Schaffung einer sichereren Atmosphäre, die aktiv auf Herausforderungen reagiert, um betroffene Personen zu unterstützen und gleichzeitig Berührungsängste von nicht-betroffenen Personen abzubauen. Durch die gezielte Förderung eines inklusiven und respektvollen Dialogs leistet das Seminar einen wichtigen Beitrag zum institutionellen Umgang mit sexualisierter Gewalt an Universitäten.
- Emily Engler
Institut für Asien- und Afrikawissenschaften
Kunst im öffentlichen Raum: Gender, Protest und Stadt in Indien
Das Seminar untersuchte Kunst im öffentlichen Raum indischer Städte als politische Praxis. Anhand von Murals, Protesten und kollektiven Kunstprojekten analysierten Studierende gemeinsam, wie Körper, Raum und Öffentlichkeit zusammenwirken. Ausgangspunkt waren eigene Beobachtungen und Bildanalysen, aus denen schrittweise Begriffe und Fragestellungen entwickelt wurden. So wurde Kunst nicht nur interpretiert, sondern als soziale Handlung, Form von Fürsorge und Aushandlung von Teilhabe im öffentlichen Raum nachvollziehbar. - Esie Hanstein
Institut für Asien- und Afrikawissenschaften
Bahasa Indonesia II + Bahasa Indonesia IV
Im Mittelpunkt steht nicht die Lehrveranstaltung an sich, sondern eine Exkursion der Studierenden der Bahasa Indonesischkurse II und IV auf die Inseln Java und Kalimantan in Indonesien, die sich thematisch mit den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO befasst. Nicht in einem Seminarraum in Berlin, sondern mitten in Berlins Partnerstadt Jakarta - der größten Stadt der Welt, in islamischen Universitäten, beim Besuch der Sprachenbehörde oder im Tempel Sam Po Kong und auf dem weltbekannten Borobodur, aber auch bei Künstlern und Politikern, sowie auf einem kleinen Boot auf einem Dschungelfluss auf dem Weg zu einer Palmölplantage und in einem Waisenhaus konnten sich die Studierenden vor Ort aus eigenem Erleben ein Bild von der Komplexität der Gegebenheiten und Prozesse machen. - Dr. Serkan Emek
Institut für Erziehungswissenschaften
Elemente der Geometrie
Die Übung ,,Elemente der Geometrie" wird von den Studierenden gemeinsam mit der gleichnamigen Vorlesung belegt. lm Rahmen der Übung erhalten die Studierenden ausreichend Gelegenheit, um die lnformationen aus der Vorlesung zu vertiefen und zu festigen. Durch eine sehr offene und freivon Angst vor Fragen oder Unkenntnissen geprägte Lehr- und Lernatmosphäre setzen sich die Studierenden mit fundierten fachlichen und fachdidaktischen Kenntnissen sowie fachspezifischen Methoden,
Denk*, Sicht- und Arbeitsweisen im Kernbereich der Geometrie auseinander. Während für eine individuelle Begleitung und Unterstützung in der Vorlesung die Zeit fehlt, erhalten die Studierenden in der Übung genau die Hilfe, die sie zur Lösung fachspezifischer Problemstellun gen jederzeit frei einfordern können. - Dr. Christine Günther
Institut für Erziehungswissenschaften
Vielperspektivität als didaktisches Prinzip des Sachunterrichts
Vielperspektivität ist eines der zentralen didaktischen Prinzipien des Sachunterrichts. Beim Erfinden werden relevante Bedarfe der eigenen Lebenswelt identifiziert, imaginiert, konstruiert etc. So werden verschiedene Perspektiven zusammengebracht, um zu etwas Neuem zu gelangen. Erfinden leistet so einen Beitrag dazu, dass sich Kinder und Erwachsene selbst forschend und gestaltend mit Welt auseinandersetzen und sich damit auf Basis eigener Relevanzsetzungen an Gesellschaft partizipierend erleben. Im Seminar setzen sich die Studierenden zuerst selbst erfinderisch mit Welt auseinander, um dann Kinder in Situationen des Erfindens zu interviewen und daraus Schlüsse für einen vielperspektivischen Sachunterricht zu ziehen. - Dr. Marc Müller
Institut für Erziehungswissenschaften
"Mensch, Natur, Umwelt – Gesellschaftswissenschaftsbezogene Perspektiven mit Bezügen und Naturwissenschaftsbezogene Perspektiven mit Bezügen" --> Schwerpunkt: Technik, analog
Wir befinden uns im Bereich Sachunterricht und seine Didaktik. Im diesem Blockseminar geht es um das Lehren und Lernen von Technik in der Grundschule. Der Fokus liegt dabei auf einem Verständnis für analoge Technik.
Die angehenden Grundschullehrkräfte eignen sich unter leichtem Zeitdruck selbst eine komplett beliebige und für sie individuell neue "praktisch-technische Fertigkeit" an. Sie meistern damit bewusst und reflektierend eine Situation, die unter ihrer eigenen Moderation später auch Kinder meistern sollen. Alle konkreten Freuden wie Herausforderungen eines Technikunterrichts liegen danach aus eigener wie gemeinsam geteilter Erfahrung "auf der Hand".
Freilich muss all das trickreich vor- und nachbereitet werden... - Prof. Dr. Bernd Overwien und Jurik Stiller
Institut für Erziehungswissenschaften
Mensch, Natur, Umwelt - Gesellschaftswissenschafts- und Naturwissenschaftsbezogene Perspektiven + Modul 6b Sachunterricht
Im Rahmen praxisintegrierender Lehre arbeiteten Lehramtsstudierende des Studienfachs Sachunterricht gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften und außerschulischen Bildungspartner*innen in ko-konstruktiven Teams. Sie entwickelten und erprobten Unterrichtsmaterialien zur politischen Nachhaltigkeitsbildung und gestalteten den Unterricht im Teamteaching aktiv. Dabei verknüpften sie sozial-ökologische Themen wie Biodiversität, Klimaschutz und Mobilität mit politischer Bildung und demokratischer Partizipation. Studierende lernten, Kinder zur Urteilsbildung, zum Perspektivwechsel und zu demokratischem Handeln zu befähigen. Zugleich begegneten sie Herausforderungen wie Classroom Management, didaktischer Strukturierung und dem Umgang mit heterogenen Lerngruppen. Die Lehrveranstaltung verband als Teil eines Drittmittelprojektes universitäres Lernen mit konkreter Unterrichtspraxis und befähigte Studierende, politische Nachhaltigkeitsbildung integrativ in der Primarstufe umzusetzen. - Emmanuelle Rabussière
Institut für Erziehungswissenschaften
Demokratisches Sprachhandeln in der Grundschule/ Arbeitsfeld der Deutschunterricht Sprechen und Zuhören: Biografiarbeit, Fallstudien und theoretische Reflexionen
Meine Lehrveranstaltung thematisiert, wie Kinder Sprechen und Zuhören als gesellschaftlich relevante Praxis erleben.
Ausgangspunkt ist demokratisches Sprachhandeln, angelehnt an den Reckahner Reflexionen. Studierende analysieren Kommunikationstheorien, Ursachen schulischer Konflikte und Besonderheiten schulischer Interaktionen, reflektieren eigene schulische Prägungen und entwickeln ethisch fundierte pädagogische Haltungen. Praxisnah verknüpfen Übungen, Fallanalysen und selbstreflexive Phasen Theorie und Erfahrung, fördern Sprachbewusstheit und reflexive Gesprächskultur. Herausragend ist die konsequente Verbindung von demokratischer Sprachbildung, ethischer Reflexion und professioneller Handlungskompetenz im Grundschulkontext. - Xenia Müller
Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft
Gender Studies für Kulturwissenschaftler:innen
Im Einführungsseminar befassten wir uns mit Schlüsselperspektiven der kulturwissenschaftlichen Geschlechterforschung. Symboliken der Vulva, die alttestamentliche Eva und Lilith sowie die frühneuzeitlich verfolgte Hexe dienten als Schlaglichter einer Kulturgeschichte von Weiblichkeit zwischen Stigma, Dämonisierung und Selbstermächtigung. Dann rekonstruierten wir die Entstehungsgeschichte feministischer Intersektionalität von der atlantischen Versklavung über sozialistische Feminismen ab 1900 bis zu Diskursen reproduktiver Gerechtigkeit und Schwarzem Feminismus der 1970er. Queere und trans Perspektiven aus dem 20. und 21. Jahrhundert sowie aktuelle Fragen zu Patriarchat, Misogynie und Cis- und Heteronormativität konnten letztlich im Kontext ihrer historischen Genealogie erschlossen werden. - Kristin Fellbaum
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Psychomotorik + Diagnostik und Förderplanung + Didaktische Grundlagen im Förderschwerpunkt körperlich und motorische Entwicklung
Die Prinzipien des chancengerechten Lehrens und Lernens bilden mein übergreifendes didaktisches Konzept.
Das Seminar "Psychomotorik" (hier beispielhaft für alle meinen nominierten Lehrveranstaltungen) befähigt Studierende, Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung durch Bewegung und Beziehung gezielt zu fördern. Theoretische Grundlagen werden mit Praxis verzahnt, etwa durch Besuche sonderpädagogischer Förderorte und inklusiver Sportgruppen. Handlungsorientiertes Lernen, kreative Reflexion und der Fokus auf Selbstwirksamkeit machen Inklusion erfahrbar und fördern nachhaltige Kompetenzen.Digitale Tools runden das lebendige Format ab. - Kerstin Schicke
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Sonderpädagogische Praxisfelder und berufliche Verantwortung
Das Seminar vermittelt einen Überblick über sonderpädagogische Praxisfelder und verbindet sie mit didaktischen und schulrechtlichen Fragen der inklusiven Bildung und ihrer beruflichen Verantwortung für sonderpädagogische Lehrkräfte.
Basierend aus meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als Sonderpädagogin und Sonderschulrektorin vermittelt mein Seminar einen Überblick über aktuelle berufliche Herausforderungen im inklusiven Schulkontext unter Einbezug der länderrechtlichen Bestimmungen im Land Berlin.
Bei den Themen verzahnen sich grundlegende didaktische Prinzipien der Pädagogik bei psychosozialen Beeinträchtigungen mit (schul) rechtlichen Grundlagen pädagogischen Handelns und konzeptionellen und strukturellen Überlegungen an praxisnahnen Fallanalysen. - Nikolas Hauck
Institut für Sozialwissenschaften
Triebschicksal und Gesellschaft: Zur Soziologie der Sexualität
Wie sich das spätmoderne Verhältnis von Gesellschaft und Sexualität, Beziehungs- und Begehrensformen, vorzustellen ist und welchen Veränderungen es im Laufe der Geschichte unterworfen war, bildete Gegenstand dieses Seminars.
Um Phantasie und Empirie gleichermaßen zur Geltung zu bringen, wurde das Seminar stark interdisziplinär konzipiert: Ausgehend von psychoanalytischen Debatten über Literatur zu Sexualutopien, kleinen und großen historisch-philosophischen Erzählungen der sexuellen Befreiung - und ihren Kritikern - bis hin zur Analyse von Pornographiekonsum und Sexualpraktiken verknüpfte das Seminar Gruppen- und Plenumsdiskussionen, Textarbeit und interaktive Elemente - und knüpfte zudem an eine korrespondierende zehnteilige Veranstaltungsreihe an. - Dr. Bontu Lucie Guschke
Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf soziale Ungleichheit – Normalisierung, Dekonstruktion und Empowerment intersektional gedacht
Die Lehrveranstaltung zeichnet sich durch eine konsequente Verbindung von sozialwissenschaftlicher Theorie und gesellschaftlich relevanter Praxis aus. Im Mittelpunkt steht M.-A. Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion,mit der Inklusionsbestrebungen als Normalisierung, Dekonstruktion und Empowerment analysiert und kritisch miteinander in Beziehung gesetzt werden. Durch die eigenständige Erarbeitung einer Fallstudie wenden Studierende diese Perspektiven auf konkrete Kämpfe gegen soziale Ungleichheiten an. Der Kurs arbeitet mit einem intersektionalen Ansatz und bezieht (crip-)queere, post-/dekoloniale und (Schwarze) feministische Perspektiven ein. So erwerben Studierende analytische Tiefe und die Fähigkeit,theoretische Erkenntnisse reflektiert auf gesellschaftliche Praxis zu übertragen. - Dr. Esto Mader
Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien
Wer forscht? Ungleiche Chancen in der Wissenschaft. Geschlechtersoziologisches Projektstudium im Mixed-Methods-Design
Am Beispiel von Ungleichheit und (Mehrfach-)Diskriminierung in der Wissenschaft entwickelten die Studierenden eine eigene Forschungsfrage und erlernten ein adäquates methodisches Instrumentarium. Das Seminar lehrte das forschende Lernen von der Konzeption, über die Durchführung und Reflexion bis hin zur Berichtlegung. Im Fokus standen gelingende methodenintegrierende Designs, die die deskriptive Sekundärauswertung amtlicher Daten sowie qualitative Interviews verbinden. Vor dem Hintergrund feministischer Forschung wurde eine wissenschaftskritische Herangehensweise und interpretative Verfahren sowie quantitative Forschung genutzt, um gesellschaftliche Strukturen zu analysieren. Mir war es ein Anliegen, die unterschiedlichen Wissensstände und Lebenswelten der Studierenden zusammenzuführen.
- Dr. Mareike Bayer
Institut für Psychologie
Übung zur Störungslehre
Die Praktische Übung Störungslehre vermittelt praxisnah Grundlagen zu Symptomatologie, Diagnostik und Störungsmodellen zentraler Störungsbilder der klinischen Psychologie. Anhand von Video- und Fallbeispielen sowie Erfahrungsberichten der Dozentin werden Symptomatiken anschaulich und lebensnah nachvollziehbar. In interaktiven Übungen und Rollenspielen sammeln Studierende erste praktische Erfahrungen im Berufsbild Psychotherapeut*in: Sie üben therapeutische Gesprächsführung, diskutieren diagnostische Überlegungen und erproben psychotherapeutische Behandlungsansätze. Das Format verbindet studentisch gestaltete Einheiten mit Vertiefungssitzungen der Dozentin, in denen therapeutische Ansätze anhand von Fallbeispielen praktisch angewendet und reflektiert werden. - Andra Biesok
Institut für Psychologie
Specific Topics in Psychology: Science Communication
Wie wird aus Forschung Verantwortung für die Gesellschaft? Das Seminar „Specific Topics in Psychology: Science Communication“ qualifiziert Studierende dazu, psychologische Erkenntnisse verständlich, evidenzbasiert und ethisch reflektiert in öffentliche Diskurse einzubringen. Auf Grundlage aktueller Forschung analysieren sie mediale Darstellungen von Forschungsergebnissen, identifizieren Bias und entwickeln konkrete, evaluierbare Kommunikationsstrategien für reale Abschlussarbeiten (z. B. Social-Media-Kampagnen, Podcast- oder Policy-Formate). Transparente Kriterien, barrierearme Materialien und Feedbackprozesse machen implizite Anforderungen explizit und fördern Chancengerechtigkeit, Selbstwirksamkeit und nachhaltigen Kompetenzaufbau. - Dr. Ronja Demel
Institut für Psychologie
Perspektivwechsel- Die Minoritätenperspektive in der psychologischen Forschung und Praxis
In dem Seminar „Perspektivwechsel: Minoritäten in psychologischer Forschung und Praxis“ setzen sich Studierende mit gesellschaftlicher Marginalisierung, Intersektionalität und der Repräsentation von Minoritäten in psychologischer Forschung, Lehre und Praxis auseinander - Themen, die im regulären Psychologiestudium bislang kaum systematisch behandelt werden. Anhand theoretischer Grundlagen und aktueller empirischer Studien reflektieren sie Machtverhältnisse, methodische Verzerrungen und inklusive Ansätze in der Psychologie. Die Lehrveranstaltung ist partizipativ gestaltet: Studierende übernehmen rotierende Gruppenaufgaben, gestalten interaktive Einheiten und entwickeln in Form einer Zukunftswerkstatt eigene Visionen für eine gerechtere Psychologie. - Prof. Dr. Fritz Günther
Institut für Psychologie
Clinical Implications of Open Science and Reproducibility: Confronting Psychology's Credibility Crisis + Multivariate Research
Methods/Multivariate und komplexe Analyseverfahren
Clinical Implications of Open Science and Reproducibility: Confronting Psychology's Credibility Crisis
Spätestens in den 2010er Jahren wurde in groß angelegten Replikationsstudien klar, dass viele Befunde in der psychologischen Forschung nicht replizierbar sind. Dies löste eine tiefe Vertrauenskrise in die Glaubwürdigkeit von Forschungsergebnissen aus. In diesem Seminar haben wir zunächst Gründe aufgearbeitet, die zu dieser Situation geführt haben, mit Fokus sowohl auf methodischen Grundlagen sowie auch meta-wissenschaftlichen Aspekten und Anreizstrukturen des Wissenschaftssystems. Anschließend haben wir verschiedene Methoden vertieft, die in der Literatur als Gegenmaßnahmen vorgeschlagen wurden. Das Kernelement des Seminars ist dabei, die Studierenden in interaktiven Aufgaben selbst in die Situation von Forschenden zu versetzen, um die Thematik "aus erster Hand" zu erleben.
Multivariate Research Methods/Multivariate und komplexe Analyseverfahren
In der Vorlesung "Multivariate Research Methods" und den dazugehörigen vorlesungsbegleitenden Kursen lernen Studierende in den Masterstudiengängen der Psychologie die theoretischen Grundlagen und konkrete Anwendung komplexerer statistischer Verfahren kennen, die heutzutage die methodische Grundlage vieler Facharbeiten darstellen. Es handelt sich um eine für den Studiengang zentrale Vorlesung, die den „methodischen Werkzeugkasten“ wesentlich erweitert und oft direkt in Projektarbeiten und Abschlussarbeiten Anwendung findet. Diese Vorlesung setzt auf ein interaktives Format mit einer Vielzahl an Kommunikations- und Feedbackkanälen zwischen Studierenden und Lehrperson auf Augenhöhe, intuitive Erklärungen komplexer Konzepte, und eine starke Integration von Präsenz- und Onlinelehre. - Dr. Till Kastendieck
Institut für Psychologie
Sozialpsychologie II: Social Resonance – Entering Shared Spaces
Why do humans, as seemingly separate entities, feel a sense of unity with others or with their (social) world overall? My class offers a wide lens on social interaction and context, where diverse individuals exhibit a diverse set of parameters, including body movements, facial expressions, heart rate, skin conductance, brain activity, and hormonal levels. We learn that (inter)subjective experiences of feeling connected may result from these, such as the contagious nature of emotion, up to the experience of sharing a reality with others. We learn that interpersonal attraction, friendship and family love, or romantic love evolve from this mind-body-context interplay, before learning how these phenomena work regarding groups, collectives, nature, or a feeling of oneness with life as such. - Dr. Sebastian Kunert
Institut für Psychologie
Grundlagen der Beratung
Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die theoretischen Grundlagen der Organisationsberatung sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Herangehensweisen und Wirkfaktoren. Zugleich wirft die Vorlesung einen Blick auf das Marktumfeld und die unterschiedlichen Logiken von sozialer, Strategie-, Personal-, Marketing- und systemischer Beratung. Hinzu kommen Einblicke in die Historie, die Trends und die Randbedingungen guter Beratung. Die enorme Bandbreite beraterischer Grundhaltungen wird anhand von 2 Gastrednern - Lippold (Expertenberatung) und Fietze (systemische Beratung) - repräsentiert. Drei begleitende Fallstudien, in denen reale Fälle aus der Beratungspraxis des Dozenten bearbeitet werden, die die Anwendung, den Transfer bzw. das Vertiefen des Wissens fördern, runden die Vorlesung ab.
- Dr. Swetlana Nordheimer
Institut für Mathematik
Thema: Didaktik der Zahlentheorie und Algebra mit Berücksichtigung von Gebärdensprachen
Die Veranstaltung knüpft an das bereits erprobte Konzept von A. Filler und Kollegen anund integriert neue Erkenntnisse aus der Theorie und Praxis der Sonderpädagogik sowie MINT-Didaktiken in Gebärdensprachen. Es enthält neben klassischen Lehrmaterialien für Didaktik der Algebra und Zahlentheorie Beispiele für Lernumgebungen, die Besonderheiten von Tauben und schwerhörigen Lernenden berücksichtigen. Diese enthalten z.B. Beweise, die von den Lernenden erstellt wurden. Außerdem enthält der Kurs Unterrichtsmaterialien in Deutscher Gebärdensprache (DGS), die von Fachlehrkräften unter der Berücksichtigung neuer Forschungserkenntnisse entwickelt wurden, und den Studierenden einen Einstieg in DGS ermöglichen. - Prof. Dr. Alejandro Saenz
Institut für Physik
TP IV: Fortgeschrittene Quantenmechanik
- Dr. Sofia Varino
Institut für Europäische Ethnologie
Ecologies of Illness and Disability in Transdisciplinary Ethnographic Contexts
Die Lehrveranstaltung zielte darauf ab, Krankheit und Behinderung im Kontext von Klimawandel und globalen Umweltkrisen zu untersuchen. Studierende analysierten transdisziplinär (auto)ethnografische Texte aus Anthropologie, Disability Studies, Cultural Studies, Politischer Ökologie und Science and Technology Studies (STS). Der Fokus lag auf narrativen Fallstudien zu Umwelt- und Behindertengerechtigkeit sowie auf dekolonialen, queeren und feministischen Perspektiven. Durch intensive Diskussion, kritische Reflexion und selbstständige Interpretation aktueller Forschung entwickelten Studierende eigenständig Wissen über die komplexen Wechselwirkungen ökologischer, sozialer und materieller Bedingungen und erarbeiteten differenzierte analytische Einsichten. Vielfältige Formate und Medien sowie praktische Übungen wie Audiodeskription, Erstellung von Barrierefreiheitskonzepten und räumliche Wahrnehmung von Zugangsbedürfnissen stellten sicher, dass die Lehrveranstaltung chancengerecht gestaltet war und unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigte. - Livia von Samson
Institut für Philosophie
'Liebe / Love' + 'Was ist Familienabolitionismus?'
Was ist Liebe? Was unterscheidet sie von Freundschaft oder Familie? Und wie hängen intime Beziehungen mit sozialen Strukturen und gesellschaftlichem Wandel zusammen?
In den nominierten Seminaren gehen Studierende diesen Fragen aus philosophischer Perspektive nach. Ausgangspunkt sind alltagsnahe Phänomene - von Sorgearbeit bis hin zu Debatten aus sozialen Medien -, die sozialontologisch, normativ und begrifflich präzise analysiert werden.
Herausragend ist die dialogische Lehrgestaltung: In kooperativen Diskussionen, unterschiedlichen Textformaten und der reflektierten Auseinandersetzung mit KI lernen Studierende, komplexe Zusammenhänge zu beurteilen, Argumente abzuwägen und begründet Stellung zu beziehen - als Grundlage wissenschaftlicher Arbeit und demokratischer Urteilsbildung.
- Omri Bar-Adam
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Hidden Narratives: Homosexual Literature Around 1900
Der Kurs untersucht, wie Literaturgeschichte als Zeugnis von Resilienz und Trotz und als kritische Linse für gegenwärtige Fragen queerer Existenz dient. Anhand zensierter und übersehener Texte wie Briefe, Romane und Memoiren befasst er sich mit dem Leben schwuler männlicher Schriftsteller in der spätviktorianischen Ära und den Ausdrucksstrategien, die sie einsetzten, um gesellschaftliche Normen zu unterlaufen. Der Kurs thematisiert die soziopolitischen Widrigkeiten, die diese Periode prägten, und beleuchtet die Verborgenheit der schwulen Kultur. Zudem analysiert er, wie neu entstehende Disziplinen wie Sexologie, Psychoanalyse und Psychiatrie um die Jahrhundertwende die Wahrnehmungen und Konstruktionen von Homosexualität, Identität, Liebe und Befreiung beeinflussten. - Dr. Selma Siew Li Bidlingmaier
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Introduction to American Cultural Theory
"Introduction to American Culture and Theory" ist ein obligatorischer BA-Kurs, der die theoretische und methodologische Grundlage in Cultural Studies für Studierende der Amerikanistik und Anglistik bereitstellt. Der Kurs untersucht die Verflechtungen zwischen kulturellen Praktiken und Machtsystemen. Als erste Begegnung der Studierenden mit kritischer Theorie setzt sich der Kurs mit grundlegenden Texten von Stuart Hall, Judith Butler, Michel Foucault, Pierre Bourdieu, Edward Said und Douglas Baynton auseinander. Diese Theorien behandeln kulturelle Produktion, Identität und Machtoperationen und bieten nicht nur die Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten, sondern fordern die Studierenden auch heraus, kulturelle Annahmen zu hinterfragen und ihre eigenen Verständnisrahmen zu prüfen. - PD Dr. Ilka Brasch
Institut für Anglistik und Amerikanistik
"Introduction to Literary Studies: Seminar in Text Analysis" ("Einführung in die Literaturwissenschaft: Textanalyse")
Die Studierenden haben das Seminar „Einführung in die Textanalyse“ für den Lehrpreis vorgeschlagen, welches ich in Anknüpfung an die passende Vorlesung im ersten Semester der Fächer Englisch und Amerikanistik, im WS 2025-26, unterrichtet habe. Im Seminar werden die Analyse und Interpretation von Poesie und Prosa, Drama und Bildmedien geübt sowie zentrale Theorien und Kategorien der Literaturwissenschaften erprobt. Da das Seminarziel die praktische Anwendung von Vorlesungsinhalten ist, liegt der Fokus auf Seminargesprächen im Plenum und in Kleingruppen. Dieses Vorgehen haben die Studierenden insgesamt sehr gut aufgenommen und positiv bewertet. - Prof. Dr. Stephan Breidbach, Marit Vos, Katrin Schultze, Anne Mihan, Franziska Klimczak, Rebecca Dengler, Regine Schlösser
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Fachdidaktik Englisch
Die Lehre der Fachdidaktik Englisch steht in herausragender Weise für eine facettenreiche und kohärente Lehre, die auf der Förderung demokratischer Kultur, Ermöglichung inklusiver Teilhabe, enger Verzahnung von Theorie und Praxis sowie einem hohen Maß an Studierendenbeteiligung und Selbstreflexion fußt. Die Veranstaltungen verbinden kritisch-reflexive Analyse von Sprache, Macht, Inklusion und pädagogischer Beziehung mit hoher Praxisnähe. Erfahrungslernen wird an außeruniversitären Lernorten oder durch das Durchspielen von Kontroversen im Planspiel aktiviert. In kritischen Analysen etablierter Routinen entwickeln Studierende Wege, wie demokratische Kultur und Teilhabe gefördert, diversitätsgerechtes Handeln umgesetzt und die Beziehungsfähigkeit von Lehrkräften gestärkt werden kann. - Bogdan Burghelea
Institut für deutsche Literatur
Queere Romantik: Eine Aktualisierung des Kanons
Der literarische Kanon des 19. Jahrhunderts wird zunehmend einer Kritik unterzogen: Konstatiert werden misogyne Inszenierungen, ethnophobe und protofaschistische Machtphantasien. Ist die Kanonbildung also ein kulturelles Produkt fremden- und frauenfeindlicher Prozesse, die auch die folgenden Jahrhunderte prägten?
Im Rahmen dieses Seminars wurde untersucht, wie sich der romantische Kanon aus heteronormativitätskritischer Perspektive aktualisieren lässt. Mithilfe der Methode des Queer Reading wurde gezeigt, in welchem Maße die romantische Literatur von normabweichenden Begehrensstrukturen und Identitätskonzepten geprägt ist. Das Seminar führte in die queere Theoriebildung, die romantische Kanonbildung sowie das literarische und kulturelle Umfeld des deutschsprachigen Raums um 1800 ein. - Dr. Roman Widder
Institut für deutsche Literatur
Realismus und Repräsentation: Die Revolution von 1848
Das Seminar widmet sich dem Verhältnis von literarischer und politischer Repräsentation im Umfeld der Revolution von 1848/49. Wie Christopher Clark ("Frühling der Revolution", 2023) jüngst beschrieb, wurden die modernen Verfahren politischer Repräsentation hier überhaupt erst ausgehandelt. Poetologisch wurde zeitgleich verhandelt, wer in der Literatur überhaupt eine Stimme hat und die eigenen Interessen und Erfahrungen artikulieren und vertreten kann. Jacques Rancière spricht von der "Demokratie des realistischen Romans". Von der "Ghettogeschichte" (Auerbach) bis zur "Realpolitik" (von Rochau) und vor dem Horizont der gegenwärtigen Krise des repräsentativen Systems ist das Seminar dieser Affinität von Realismus und parlamentarischer Repräsentation nachgegangen. - Dr. Oliver Bunk
Institut für deutsche Sprache und Linguistik
Sprachangst und sprachliche Unsicherheit
Das Seminar verbindet Theorie und Praxis, um chancengerechtes Lernen zu fördern: Studierende analysieren Ursachen und Auswirkungen von Sprachangst, von sozialen Normen bis zu individuellen Erfahrungen. Durch projektbasiertes Lernen und inklusive Methoden wie Peer-Feedback entsteht ein diskriminierungsfreier Lernraum, der Mehrsprachigkeit als Ressource nutzt. Besonders innovativ ist die intersektionale Perspektive: Machtstrukturen und Sprachideologien werden hinterfragt und eine kritische Reflexion eigener Überzeugungen motiviert. Das Seminar zielt damit darauf ab, Hochschullehre diversitätssensibel und empowernd zu gestalten. - Dr. Hagen Hirschmann
Institut für deutsche Sprache und Linguistik
Text und Diskurs: Nominale Ausdrücke - Sebastian Wittkopf
Institut für deutsche Sprache und Linguistik
Einführung in die ältere deutsche Sprache - Mittelhochdeutsch
Die Lehrveranstaltung vermittelt Studierenden einen systematischen Einstieg in die selbständige sprachwissenschaftliche Arbeit mit mittelhochdeutschen Texten. Mittelhochdeutsch wird dabei zugleich als „eigene“ und als „fremde“ Sprache behandelt: Durch diesen Perspektivenwechsel erschließen sich die historischen Grundlagen des Deutschen und eröffnen neue Zugänge zur Analyse der Gegenwartssprache. Anhand zentraler Bereiche wie Schriftsystem, Phonologie, Morphologie und Syntax erwerben die Studierenden grundlegende Kenntnisse historischer Grammatik und des Sprachwandels. Der Kurs legt besonderen Wert auf entdeckendes Lernen, intensive Übungsphasen und einen chancengerechten Zugang zu anspruchsvollen Grundlageninhalten. - Xavier Bihan
Institut für Romanistik
Filmübersetzung/Traduction de films + Dolmetschen/Interprétation/Sprachmittlung + Die Berlinguisten
Die „Berlinguisten” ist ein sprach- und fachübergreifendes Projekt, das sich über mehrere Lehrveranstaltungen erstreckt. Die Lehrveranstaltungen „Filmübersetzung” und „Simultandolmetschen”, die dieses Jahr für den Humboldt-Preis für gute Lehre nominiert wurden, sind Teil davon.
Das Konzept geht über die Prinzipien der "üblichen" Sprachlehre an der Universität hinaus. Den Studierenden wird hier die Möglichkeit angeboten, ihr in den Lehrveranstaltungen des Instituts für Romanistik erworbenes theoretisches Wissen in die professionelle Praxis umzusetzen. In Deutschland sind sie u.a. als Übersetzer für die Filmfestspiele von Cannes, die Oscars, Sundance, Interfilm… Cinéfête bekannt.
So haben sie 2025 mehr als 150.000 Zuschauer erreicht.
- Dr. Daniela Hartmann
Deutsch A1.2 + Deutsch B1.2
„Deutsch ist eine wunderschöne Sprache und jede:r kann sie lernen. Fehler sind willkommen. Wir sind hier, um gemeinsam zu lernen!“
In meinen Lehrveranstaltungen Deutsch A1.2 und Deutsch B1.2 begleite ich die Studierenden auf ihrem spannenden Weg beim Erlernen einer neuen Sprache. Auf diesem Weg lernen wir chancengerecht: Jede und jeder soll sich im Kurs sicher fühlen und mit den individuellen Lernbiografien ernst genommen werden.
Wir lernen nachhaltig, indem wir die Inhalte gemeinsam reflektieren und das Gelernte in echten Lebenssituationen anwenden. Und wir lernen kompetenzorientiert, sodass die Studierenden in der neu erlernten Sprache selbstwirksam handeln und zugleich ihr kritisches Denken sowie ihre Kommunikations- und KI-Kompetenz stärken. - Dr. Tatjana Lischitzki
Russisch UNIcert® I B1.1-PRÄSENZ
In diesem Kurs entdecken Teilnehmende die faszinierende Welt der russischen Allgemeinsprache. Hier werden Lexik- und Grammatikkenntnisse erweitert und vertieft, wobei der Schwerpunkt auf den Verben der Bewegung mit und ohne Präfixe liegt. Es wird nicht nur das Sprachverständnis verbessert, sondern auch die Fähigkeit, Wegbeschreibungen präzise zu formulieren, trainiert und aktiv in der Stadt geübt. Einzigartig an unserem Kurs sind die thematischen Schwerpunkte: Wohnverhältnisse, Feiertage, äußeres Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften - По одёжке встречают, по уму провожают (Kleider machen Leute…). Diese praxisnahen Themen sorgen dafür, dass sich die Teilnehmenden in verschiedenen realen Situationen sicher und kompetent ausdrücken können. - Anja-Sylvia Zimmermann
Basiskurs Klassische Sprachen - HYBRID
Sprachübergreifende Einführung in Altgriechisch und Latein in einem hochflexiblen, aktivierenden Hybridformat, das Präsenznähe mit räumlicher Unabhängigkeit verbindet, individuelle Lernpräferenzen berücksichtigt und eine gleichwertige Beteiligung aller Teilnehmenden ermöglicht. Der Kurs vermittelt sprachliche Grundkenntnisse, gibt exemplarische Einblicke in die griechische und römische Literatur und entwickelt Kompetenzen im Umgang mit latein-/griechischbasierter Fachterminologie und antiken Texten. Grundlage ist ein sprachkursoptimiertes Hybridsetting, das sehr gute audiovisuelle Bedingungen für beide Lernräume sicherstellt. Methodisch liegt der Fokus auf einer lernraumübergreifenden Unterrichtsgestaltung in Kombination mit interaktionsfördernden Lernaktivitäten.
