Electoral trade-offs in post-industrial societies

Auf einen Blick

Laufzeit
07/2023  – 06/2026
DFG-Fachsystematik

Politikwissenschaft

Förderung durch

ESB: Berlin University Alliance ESB: Berlin University Alliance

Projektbeschreibung

Die europäische Politik hat sich in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert. Neue Themen wie Klimawandel, Einwanderung und
und die Gleichstellung der Geschlechter haben die politische Agenda dominiert. Das Projekt wird untersuchen, wie die programmatischen Appelle der Parteien in diesem
Umfeld die Unterstützung verschiedener Gruppen beeinflussen. Ein Kerngedanke zum Verständnis dieser unterschiedlichen Unterstützungsmuster ist
das Konzept des Trade-offs. Einfach ausgedrückt: Wenn eine Partei eine Wählergruppe anspricht, kann sie eine andere Gruppe verprellen. In einem Mehrthemen
und Mehrparteienraum, in dem die Parteien neue Wahlbündnisse eingehen müssen, ist das Konzept der Kompromisse zu einem festen Bestandteil der
wie Forscher über die Dynamik des politischen Wettbewerbs nachdenken.
Die politikwissenschaftliche Forschung hat die divergierenden Präferenzen sozialer Gruppen in postindustriellen Gesellschaften dokumentiert und ist zu dem Schluss gekommen
zu dem Schluss gekommen, dass Parteien, die versuchen, Wahlkoalitionen zu bilden, mit erheblichen Kompromissen konfrontiert sind. Sozialdemokratische Parteien versuchen zum Beispiel
Wähler aus der Arbeiterklasse und der gebildeten Mittelschicht anzusprechen, die unterschiedliche Präferenzen zu Themen wie Einwanderung oder
Gleichstellung der Geschlechter. Das Konzept der Kompromisse in einem Mehrparteien- und Mehrthemenraum ist jedoch bisher konzeptionell
unterentwickelt. Es gibt nur wenige Forschungsarbeiten, die direkt untersuchen, wie die programmatischen Appelle der Parteien zu Kompromissen
zwischen gesellschaftlichen Gruppen erzeugen.
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem es eine neue Typologie von Wählern und ihre Verfügbarkeit für programmatischen Wettbewerb konzeptualisiert und analysiert.
programmatischen Wettbewerb. Es wird eine Typologie von Wählern erstellen und testen, die Parteitreue, Leistungswähler und solche
die für den programmatischen Wettbewerb in Frage kommen. Das Projekt wird dann die programmatischen Appelle der Parteien im Bereich der
progressiver Politik. Welche Gruppen können sozialdemokratische, grüne und linksradikale Parteien mit unterschiedlichen programmatischen Profilen ansprechen?
Profilen ansprechen? Das Projekt kombiniert Beobachtungsdaten mit einem Conjoint-Experiment, das Personen zwischen stilisierten Parteiprogrammen wählen lässt.
und wird in Deutschland, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich durchgeführt.
Das Projekt wird dazu beitragen, besser zu verstehen, wie sich die programmatischen Profile der Parteien auf ihre Wahlunterstützung auswirken und
welche Positionen zu Zielkonflikten führen. Es hat auch wichtige Auswirkungen auf die breitere öffentliche Debatte darüber, wie progressive
Positionen die Geschicke der politischen Parteien beeinflussenn