EXC 2055/1: Social Inequalities, Migration and the Rise of Populist Parties

Auf einen Blick

Laufzeit
08/2019  – 07/2022
Förderung durch

DFG Exzellenzstrategie Cluster

Projektbeschreibung

Dieses Projekt zielt darauf ab, die kombinierten Rollen zu untersuchen, die sozioökonomische Ungleichheit, Migration und die Rhetorik populistischer Parteien beim Aufstieg populistischer Protestbewegungen in Europa spielen. Die Hypothese lautet, dass extremistische Parteien – um Wähler zu mobilisieren – (wahrgenommene) Ungleichheiten und aktuelle Migrationstrends in ihren Wahlkampfstrategien ausgenutzt haben, indem sie a) strategisch an das Nationalgefühl als Grenze einer imaginären „In-Group“ appellierten und b) Migranten als wirtschaftlich und kulturell schädliche „Out-Group“ darstellten.
Das Projekt wird in drei Phasen durchgeführt:
1. Wie haben sich sozioökonomische Ungleichheiten in den letzten Jahrzehnten entwickelt und wie haben sich die Sorgen und Ängste unter den „Gewinnern“ und „Verlierern“ dieser Veränderungen verändert?
Die Forscher untersuchen diese Entwicklungen sowie die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen.
2. Wie wirkt sich Migration auf die Präferenzen für eine Umverteilung in den Aufnahmeländern aus?
Die Forscher nutzen eine Kombination aus länderübergreifenden sowie Längsschnittdaten aus Einwanderungsländern der letzten zwei Jahrzehnte, um den Zusammenhang zwischen Einwanderung und der Unterstützung des liberalen Skripts zu ermitteln.
3. Wie wirken sich (wahrgenommene) sozioökonomische Ungleichheiten und Migration in der Rhetorik populistischer Parteien auf die zunehmende Wählerunterstützung für populistische Parteien in ganz Europa aus?
Die Forscher nutzen quantitative Textanalysen von Pressemitteilungen der Parteien und führen anschließend eine Umfrage durch, um Erwartungen hinsichtlich der Schlüsselthemen der Rhetorik populistischer Parteien und ihrer Wählerunterstützung zu überprüfen.

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