Die Einstein Stiftung Berlin hat die ersten drei Einstein-Profil-Professuren bewilligt. Die für die Berliner Universitäten strategisch bedeutsamen Professuren sind in den Neurowissenschaften und der Mathematik angesiedelt. Gefördert werden der Neurowissenschaftler Roberto Cabeza, der von der Duke University an die Humboldt-Universität zu Berlin wechseln soll, der Biologe Benjamin Judkewitz, Professor für Bioimaging und Neurophotonik am Exzellenzcluster Neurocure der Charité-Universitätsmedizin sowie der Professor für Computational Sciences Petros Koumoutsakos von der ETH Zürich, der zukünftig an der Freien Universität Berlin forschen soll. Das Fördervolumen beträgt insgesamt rund sieben Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren. Die Mittel stellt die Damp Stiftung zur Verfügung.
Roberto Cabeza
Roberto Cabeza ist derzeit Direktor am Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften und Professor an der Duke University. Der gebürtige Argentinier gilt weltweit als einer der profiliertesten Vertreter seines Fachbereichs. Er besitzt eine langjährige Expertise im Bereich der funktionalen Bildgebung des Gedächtnisses. In Berlin erhält Cabeza eine neue Professur für „Kognitive Neurowissenschaften des Alterns und des Gedächtnisses“, die sowohl an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) als auch an der Charité-Universitätsmedizin zu Berlin (Charité) angesiedelt ist.
Die HU und die Charité haben sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe dieser neuen Einstein-Profil-Professur die Neurowissenschaften in Berlin gemeinsam strategisch weiterzuentwickeln.
„Ich bin überzeugt, dass die Einstein-Profil-Professuren die Wettbewerbsfähigkeit und die Sichtbarkeit der Berliner Forschungslandschaft weiter stärken. Wir sind der Damp Stiftung und dem Land Berlin außerordentlich dankbar, dieses für den Wissenschaftsstandort Berlin so wichtige neue Programm innerhalb kürzester Zeit umsetzen zu können. Es ist ein herausragendes Beispiel einer nachhaltigen Public-private-Partnership“, sagt Günter Stock, der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung. Einstein-Profil-Professuren sind zusätzliche Stellen, die für die Berliner Universitäten und den Wissenschaftsstandort eine strategische Bedeutung haben. Hierfür erhalten die Universitäten pro Professur bis zu 500.000 Euro jährlich.
„Wir wollen die Berliner Universitäten bei der gezielten Anwerbung der besten Wissenschaftler aus dem Ausland unterstützen. Das Programm der Einstein-Profil-Professuren halte ich für ein ausgezeichnetes Instrument um internationale Spitzenforscher nach Deutschland zu holen," sagt Dr. Walter Wübben, der die Einstein Stiftung bereits seit 2014 im Bereich der Personenförderung unterstützt. Die von der Damp Stiftung finanzierte erste Förderphase der Profil-Professuren beträgt fünf Jahre. Insgesamt hat die Damp Stiftung für das Programm 15 Millionen Euro zugesagt. Die langfristige Finanzierung der neuen Professuren erfolgt mit öffentlichen Mitteln des Landes. „Mit ihren wissenschaftsgeleiteten Verfahren ist die Einstein Stiftung ein Garant dafür, in einem kompetitiven Umfeld die besten Köpfe auszuwählen. Wir freuen uns darauf in Kürze bereits die ersten neuen
Forscherpersönlichkeiten in Berlin zu begrüßen. Berlin bietet ein exzellentes Umfeld für Spitzenforschung," sagt der Regierende Bürgermeister Michael Müller.
Die Berliner Universitäten können mit der Förderbewilligung durch die Einstein Stiftung nun die Berufungsverhandlungen beginnen. Nach erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen werden die Professuren voraussichtlich noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen.