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Wie die Universität Forschende aus dem Ausland unterstützt


Unter den deutschen Universitäten hat die Humboldt-Universität den größten Anteil ausländischer Professorinnen und Professoren und ist auch jene, an der dieser Anteil am schnellsten wächst. Zählte die HU 2006 zehn Prozent internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, waren es 2013 schon 16 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Prozentzahl der internationalen Professorinnen und Professoren sogar von sechs auf 13 – und hat sich damit mehr als verdoppelt.


„Diese Entwicklung möchten wir natürlich gerne fortsetzen", sagt Peter A. Frensch, Vizepräsident für Forschung. „Damit unsere Forschenden aus dem Ausland weiterhin gut betreut und eingebunden werden, spielen neben finanziellen Aspekten zunehmend auch passgenaue Serviceangebote eine entscheidende Rolle.“ Denn für internationale Forschende ist der Wechsel nach Deutschland häufig mit einigen besonderen Hürden und Umstellungen verbunden.


Serviceangebote für internationale Forschende


Daher wurden vor gut einem Jahr die International Scholar Services (ISS) eröffnet – eine zentrale Anlaufstelle für internationale Forschende, die diese vor, während und gegebenenfalls auch am Ende des Aufenthalts mit speziell zugeschnittenen Serviceangeboten unterstützt. Darüber hinaus sollen Verwaltungsvorgänge in allen Bereichen der HU auf diese weiter wachsende Gruppe eingestellt werden. „Die Gastgeberinnen und Gastgeber in den Fakultäten stehen ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen selbst bei komplizierten aufenthaltsrechtlichen Fragen oder beim Übersetzen von Verträgen oft mit Rat und Tat zur Seite", sagt Judith Wellen, Leiterin der Stabsstelle Internationalisierung. „Aber das ist für alle Beteiligten sehr zeitaufwändig. Unser Ziel ist, Prozesse zu bündeln, so dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler immer weniger Zeit in diese organisatorischen Dinge investieren müssen."


Herausforderung für die Verwaltung


Auch für die Universitätsverwaltung bedeutet die wachsende Zahl von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei ihrer Ankunft nicht immer über gute Deutschkenntnisse verfügen und die keine Erfahrung mit dem deutschen Steuersystem oder deutschen Verwaltungsvorgängen haben, mitunter noch eine Herausforderung. Das zeigt auch die MIND-Studie 2016 des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Hochschulrektorenkonferenz: Obwohl viele Forschende aus dem Ausland von ihrer neuen Hochschule Unterstützung bekommen, ist der Bedarf weiterhin groß – gerade bei jenen, die für längere Zeit bleiben möchten. Entscheidend werde daher sein, so die Studie weiter, neben gezielten Serviceangeboten für internationale Universitätsangehörige alle Bereiche der Universität auf die Bedürfnisse dieser Gruppe einzustellen.


HU stärkt Willkommenskultur


An der HU hat man sich in der Internationalen Agenda des Präsidiums bereits zum Ziel gesetzt, in Forschung, Lehre und Verwaltung eine internationale Willkommenskultur zu stärken, die neben den mobilen Personen selbst auch die Strukturen und Prozesse der Universität in den Blick nimmt. „Vor einigen Jahren hatte ich bei der Einstellung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch manche Schwierigkeiten. Seitdem hat die HU viele Schritte in die richtige Richtung gemacht; so erleichtern uns die nun vorliegenden zweisprachigen Dokumente unsere Arbeit oft sehr“, sagt Magdalena Nowicka, Professorin für Migration and Transnationalism, die am Institut für Sozialwissenschaften eine international zusammengesetzte Arbeitsgruppe leitet.


Über neue Serviceangebote, Forscher- Alumni-Arbeit und wie die HU und ihre ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon profitieren, lesen Sie hier.


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