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Humboldt-Universität zu Berlin

Auszeichnungen

Informatiker von Magazin Capital ausgezeichnet

Prof. Dr. Björn Scheuermann ist vom Magazin Capital in der Rubrik „Junge Elite – die Top 40 unter 40“ ausgezeichnet worden. Das Blatt kürt damit Talente aus Wissenschaft, Verbänden, Kultur, Sport und Initiativen, die unter 40 sind. Der 39-jährige hat seit 2012 den Lehrstuhl für Technische Informatik inne, ist Forschungsdirektor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft und Principal Investigator am Weizenbaum-Institut für die Vernetzte Gesellschaft. Bevor er an die Humboldt-Universität kam, hatte er Professuren in Düsseldorf, Würzburg und Bonn inne. Er studierte in Mannheim Mathematik und Informatik, promovierte 2007 in Informatik an der Universität Düsseldorf. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Entwurfs von Rechner- und Netzwerksystemen sowie der Sicherheit und Privatsphäre in verteilten Systemen.

 

F.: Kay Herschelmann

 

Willy-Brandt-Preis für Literaturwissenschaftlerin

Die Literaturwissenschafltlerin Prof. Dr. Marie-Theres Federhofer wurde im Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Willy-Brandt-Preis der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung ausgezeichnet. Federhofer lehrt seit 2008 als Professorin für deutsche Literatur und Kulturstudien an der Universität Tromsø und ist Inhaberin der norwegischen Henrik-Steffens-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die norwegische Ministerin für Kultur und Gleichstellung Trine Skei Grande dankte in ihrer Rede Marie-Theres Federhofer für deren Öffnung von Einsichten in die norwegisch-deutsche Wissenschaftsgeschichte. „Diese Erkenntnisse über die gemeinsamen Historie sind von größter Bedeutung für den Umgang mit der Gegenwart“, so Skei Grande. Als beispielhaft würdigte sie die Forschungen der deutschen Literaturwissenschaftlerin zu Jacob Nicolai Wilse, eine der führenden Persönlichkeiten in der Entstehung der Universitätsbewegung Norwegens im späten 18. Jahrhunderts.

F.:David Jensen / Universität Tromsö

 

DFG würdigt Arbeiten zur Wahrscheinlichkeitstheorie

Der von Kaven-Ehrenpreis 2019 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde am 23. September 2019 an Prof. Dr. Nicolas Perkowski für seine Leistungen in der Wahrscheinlichkeitstheorie verliehen. Perkowski forscht seit 2015 als Juniorprofessor für Stochastische Analysis an der Humboldt-Universität sowie seit 2018, gefördert im Heisenberg-Programm der DFG, am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig. Der Fokus seiner Arbeiten liegt unter anderem auf singulären stochastischen partiellen Differentialgleichungen.

Der 35-jährige Perkowski studierte Mathematik und Physik an der Humboldt-Universität, an der er 2013 auch promoviert wurde, sowie an der Universität Pierre et Marie Curie (Paris VI) in Frankreich. Forschungsaufenthalte führten ihn an Universitäten in Wien, Paris und Warwick.

F.:MPI für Mathematik in den Natrwissenschaften Leipzig

 

Chair Professorship für Parasitologen

Dr. Nishith Gupta, der als Heisenberg-Gruppenleiter am Lehrstuhl für Molekulare Parasitologie des Instituts für Biologie forscht, wurde mit einer Chair Professorship der Huazhong Agricultural University (HZAU), Wuhan City, China, geehrt. Diese Auszeichnung wird an führende internationale Wissenschaftler verliehen, die in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet eine globale Rolle spielen. Die erfolgreichen Kandidaten arbeiten jedes Jahr für vier Wochen an der HZAU und sollen wissenschaftliche Vorträge halten, kollaboratives Lehren und internationale Publikationen fördern. Dementsprechend umfasst das Mandat von Dr. Gupta für fünf Jahre (2019-2024) die Förderung der Forschungskooperation zwischen HZAU und HU, die Förderung von Austauschaufenthalten junger Forschender aus beiden Ländern und die Durchführung von Fachkursen für Doktoranden in China. Sein Gastgeber, Prof. Dr. Bang Shen, hat das HU auch 2019 besucht, um die bilaterale Zusammenarbeit zu initiieren.

F.: privat

Thomas-Mann-Fellowship für Kulturgeographin

Prof. Dr. Ilse Helbrecht, Kultur- und Sozialgeographin am Geographischen Institut, ist zum Thomas-Mann-Fellow 2019 ernannt worden. Die Fellowship wird seit 2018 jährlich im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Staatsministerin für Kultur und Medien an fünf bis sieben Intellektuelle und Künstler vergeben. Sie wohnen in Los Angeles in der ehemaligen Villa Thomas Manns, dem Thomas-Mann-House, und arbeiten dort zu den transatlantischen Beziehungen. Prof. Dr. Helbrecht wird vom 1. September bis zum 31. Dezember 2019 im Thomas-Mann-House als Fellow sein und dort zu Geographischen Imaginationen von Sicherheit und Unsicherheit arbeiten – ein Thema, das sie auch im Rahmen des laufenden Sonderforschungsbereichs 1265 „Re-Figurationen von Räumen“ in ihrem Teilprojekt in Berlin, Singapur und Vancouver im Vergleich untersucht.

F.: Anne Tilkorn

 

Renommierter Dissertationspreis für Neurowissenschaftler

Dr. Martin Maier hat im Juli 2019 für seine Doktorarbeit, die er am Institut für Psychologie geschrieben hat, den mit 10 000 $ dotierten Glushko Dissertation Prize der Cognitive Science Society erhalten. Dr. Maier erforschte in seiner Doktorarbeit, wie Sprache und Wissen unsere Wahrnehmung beeinflussen. Die Arbeit trägt neue Erkenntnisse zu einer hoch aktuellen Debatte um grundlegende Mechanismen der Wahrnehmung bei.

Der Neurowissenschaftler hat an der Exzellenz-Graduiertenschule „Berlin School of Mind and Brain“ studiert und geforscht. Seine Dissertation entstand in der Arbeitsgruppe Neurokognitive Psychologie von Prof. Dr. Rasha Abdel Rahman am Institut für Psychologie und wurde bereits mit dem Adlershofer Dissertationspreis 2018 ausgezeichnet. Ab Oktober 2019 wird Maier als Postdoc im Exzellenzcluster Science of Intelligence forschen.
F.: Matthias Brandt (IGAFA)

 

Ehrendoktorwürde für Wirtschaftswissenschaftler

Prof. Dr. Joachim Schwalbach, Professor emeritus für Internationales Management an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, wurde im April 2019 die Ehrendoktorwürde der Sofia Universität „St. Kliment Ohridski“, Bulgarien, verliehen. In ihrer Laudatio würdigten der Rektor der Universität und der Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät neben den wissenschaftlichen Leistungen insbesondere Joachim Schwalbachs langjähriges Engagement für die vom DAAD geförderten wissenschaftlichen Kooperationen – insbesondere zum breiten Themenspektrum der Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft – zwischen der Sofioter Universität und der Humboldt-Universität.
F.: Tobias Tanzyna

 

Neuer Vorsitzender des Bibliotheksverbandes

Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität, ist im März 2019 zum neuen Vorsitzenden des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. gewählt worden. Im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) haben sich bundesweit etwa 2.100 Mitglieder mit mehr als 3.000 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen zusammengeschlossen. Degkwitz hat Klassische Philologie und Literaturwissenschaften in Freiburg, Basel und Wien studiert. Er arbeitete in Heidelberg, Bonn, Potsdam und Cottbus als Bibliothekar, seit 2011 wirkt er an der HU. „Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken greifen die Herausforderungen der Digitalisierung aktiv auf. Auf diese Weise rücken sie in die Mitte unserer Gesellschaft", sagt Degkwitz nach seiner Wahl.

F.: Die Hoffotografen GmbH

 

Sprachexperte erhält Bildungspreis

Xavier Bihan, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Romanistik, wurde am 7. Februar 2019 mit dem Bildungspreis „Trophée éducation des trophées des Francais d’Europe“ für seine besondere, europäische Laufbahn geehrt. Die Preisverleihung fand in der französischen Botschaft in Madrid statt.

Der Linguist und Pädagoge, der seit den 1990er Jahren an der Humboldt-Universität arbeitet, bietet Lehrveranstaltungen in Dolmetschen, Übersetzen und Landeskunde an. Er gehört außerdem zu den Pionieren der Informations- und Kommunikationstechnik an der Universität: Er ist Mitbegründer und Leiter des Zentrums zur Erforschung und Entwicklung virtueller Sprachtools – Crédol. Bihan ist mehrfach ausgezeichnet worden, HU-intern mit Preisen für gute Lehre, aber auch mit Preisen der UNESCO und EU-Kommissionen.

Weitere Informationen

 

Katharina-Heinroth-Preis 2019 für Biologie-Absolventin

Naomi Urbschat wurde im Januar mit einen von drei verliehenen Katharina-Heinroth-Preisen 2019 ausgezeichnet, die die Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin jährlich an Studierende der Berliner Universitäten vergibt.

Die Biologie-Absolventin wurde für ihre Bachelorarbeit „Vergleichende Analyse der Antennen von Amphipoden mit unterschiedlicher Lebensweise“ bei Prof. Scholtz geehrt. Die Preisträgerin hat den Bau der ersten und zweiten Antennen von drei Flohkrebsarten im Hinblick auf die Anpassung des Geruchssinnes an ein Leben im Grundwasser und an Land untersucht.

Weitere Informationen zum Preis

 

 

Christoph Möllers
Foto: Wissenschafts-
kolleg zu Berlin

Christoph Möllers erhält den Schader-Preis 2019

Der Senat der Schader-Stiftung hat am 14. Dezember in Darmstadt den Schader-Preisträger für 2019 ausgewählt. Mit dem Preis wird der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Möllers LL.M. ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Schader-Preis würdigt Gesellschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die durch ihre Forschung und ihr öffentliches Wirken einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten.

 

 

Digital Female Leader Award 2018

Die Paläontologin und Nachwuchswissenschaftlerin an der HU, Dr. Verónica Díez Díaz, erhielt am Samstag,  den 1.12.2018 in der Münchner Siemens Zentrale den Digital Female Leader Award 2018 in der Kategorie Science.

Mit digitalen 3D Techniken erforscht Dr. Verónica Díez Díaz Dinosaurierknochen und lässt den Schwanz von Giraffatitan im Museum für Naturkunde Berlin digital wedeln.  Ihr Projekt "How should I digitize my bone? Comparing 3D digitization techniques at the Museum für Naturkunde Berlin" wird vom Berliner Chancengleichheitsprogramm gefördert. Das Forschungszielt ist, eine digitale Technik für Fossile zu entwickeln, die, abhängig von der Größe, Objektkomplexität und -konservierung der Dinosaurierknochen, diese für den zukünftigen wissenschaftlichen Gebrauch dokumentiert. Dr. Verónica Díez Díaz ist Mitglied des Berliner Hochschulprogramms DiGiTal, das Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen in Berlin ein Dach bietet trans- und interdisziplinär an digitalen Technologien zu forschen.

Link zur Profil der Nachwuchswissenschaftlerin

Im Video stellt die Nachwuchswissenschaftlerin gemeinsam mit ihrer Betreuerin Dr. Daniela Schwarz das Forschungsprogramm vor.

 

UniLab-Lehrerin wird geehrt

Die Berliner Lehrerin Gabriela Ernst von der Walter-Gropius-Schule erhält den diesjährigen Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Sie wird für ihr herausragendes Engagement bei der Vermittlung von Physik in verschiedenen Bildungsinstitutionen – wie dem HU-Schülerlabor UniLab Adlershof – ausgezeichnet. Es ist ihr gelungen, neue Ideen zur Vermittlung von Physik in Schule und Hochschule zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren, und damit allen Schülerinnen und Schülern Bildungschancen zu eröffnen.

 

Weizenbaum-Medaille für Informatiker

Prof. Dr. Wolfgang Coy (i. R.) ist für seine außerordentlichen Verdienste um das Themengebiet Informatik und Gesellschaft vom Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) mit der Weizenbaum-Medaille 2018 ausgezeichnet worden. Digitalisierung werde in aller Regel als alternativlos hingestellt und von einer häufig völlig unkritischen Technologiegläubigkeit getragen. „Prof. Coy ist einer der Wenigen, die mit einem fundierten technischen Verständnis die damit verbundenen gesellschaftlichen Prozesse kritisch analysiert. Er kommt in seinen Werken zum Schluss, dass es sich nicht allein um eine weitere Phase der industriellen Revolution handelt, sondern um einen allumfassenden kulturellen Wandel, den er mit der Ablösung der Gutenberg-Galaxis durch die Turing-Galaxis beschreibt“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Webseite von Professor Coy

 

Wasserkreisläufe besser verstehen

Prof. Dr. Dörthe Tezlaff
 

Über eine Auszeichnung der American Geophysical Union (AGU) kann sich Prof. Dr. Dörthe Tetzlaff vom Institut für Geographie freuen Die Wasserspezialistin, die eine S-Professur innehat und die Abteilung Ökohydrologie am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei leitet, wurde als Ehrenmitglied der Expertenvereinigung ausgezeichnet und somit für ihre umfassenden Bemühungen im Bereich der hydrologischen Forschung gewürdigt.

 

Thomas Mann Fellowship für Metropolenforscherin

Foto: Dr. Anne Tilkorn

Eine besondere Ehre wurde Ilse Helbrecht, Professorin für Kultur- und Sozialgeographie, zuteil: Sie wurde mit einer Thomas Mann Fellowship ausgezeichnet, die sie im kommenden Jahr nach Los Angeles in die Exilvilla Thomas Manns führen wird. Der Preis wird von der Bundesrepublik Deutschland an Intellektuelle vergeben, die sich mit international relevanten Themen auseinandersetzen. Ilse Helbrecht forscht unter anderem zu urbaner Geographie und Gentrifizierung.

 

Präsident der GAP

Prof. Dr. Geert Keil vom Institut für Philosophie ist zum neuen Präsidenten der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) gewählt worden. Zur Geschäftsführerin wurde Dr. Romy Jaster gewählt. In seiner Antrittsrede kündigte Geert Keil an, sich für eine größere Präsenz der akademischen Philosophie in der Öffentlichkeit einzusetzen. Zu den Aufgaben des Präsidenten gehört die Ausrichtung des im Drei-Jahres-Turnus stattfindenden Kongresses der GAP. Das Institut für Philosophie Humboldt-Universität wird damit im September 2021 erneut Gastgeber eines großen internationalen Philosophiekongresses sein

 

Hervorragende Leistungen in der anorganischen Chemie

ALTERNATIVTEXT
Foto: privat

Für hervorragende Leistungen in der anorganischen Chemie wurde Prof. Dr. Christian Limberg von der Humboldt-Universität mit dem Alfred-Stock-Gedächtnispreis ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1950 alle zwei Jahre von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verliehen und würdigt unter anderem Limbergs Erfolge bei der Erforschung von Reaktionen, die in katalytischer Weise Sauerstoff nutzen. Die Arbeitsgruppe des Chemikers forscht mit den Methoden der Molekülchemie zu den genauen Abläufen solcher Reaktionen in Enzymen und auf Oberflächen und entwickelt nach diesen Vorbildern neuartige Moleküle zur Realisierung entsprechender Prozesse in Lösung.

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