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Weitere Jubiläen im Mai

2. Mai: 235. Geburtstag Henrik Steffens

(2. Mai 1773 in Stavanger, Norwegen – 13. Februar 1845 in Berlin), Naturforscher, Philosoph und Dichter; ab 1790 naturwissenschaftliche Studien in Kopenhagen, hielt 1796 an der Universität Kiel naturwissenschaftliche Vorlesungen, an der Universität Jena begeisterte er sich 1797 für Schellings Naturphilosophie; ab 1800 Bergakademie Freiberg; 1802 Rückkehr an die Kopenhagener Universität; ging 1804 als Professor nach Halle, gab dort die Grundzüge der philosophischen Naturwissenschaft heraus, später an der Universität Breslau; 1813 freiwillige Teilnahme an den Befreiungskriegen bis zur ersten Einnahme von Paris, danach zurück an die Universität Breslau; 1832 wird Steffens an die Universität Berlin gerufen; von 1834/35 Rektor der Friedrich- Wilhelms-Universität.

18. Mai: 160. Geburtstag Herrmann Diels

(18. Mai 1848 in Biebrich – 4. Juni 1922 in Berlin), Altphilologe und Religionswissenschaftler; 1867 altphilologisches Studium in Berlin; schon 1868 Wechsel nach Bonn, im Dezember 1870 Promotion unter dem Titel De Galeni historia philosopha; 1871 Lehrerexamen, arbeitete als Lehrer von 1872 bis 1877 in Flensburg und Hamburg, anschließend bis 1882 auch in Berlin; Diels kehrte 1877 nach Berlin zurück und bekam eine Stelle als Redaktor für die Commentaria in Aristotelem Graeca; 1881 erfolgte seine Wahl in Klasse und Plenum der Preußischen Akademie der Wissenschaften; an der Friedrich-Wilhelms-Universität erlangte er 1882 ein Extraordinariat, 1886 wurde er ordentlicher Professor, 1891/92 Dekan, 1905/06 Rektor der Universität; 1920 emeritiert; seine bedeutendsten Werke: Die Doxographi Graeci (1879), die Commentaria in Aristotelem Graeca (1882-1909) und Die Fragmente der Vorsokratiker (1903).

22. Mai: 180. Geburtstag Albrecht von Graefe

(22. Mai 1828 in Finkenheerd bei Berlin – 20. Juli 1870 in Berlin), Augenarzt und Mitbegründer der modernen Augenheilkunde; Graefe studierte Medizin, Mathematik, Physik und Chemie in Berlin; während seiner Zeit als Assistenzarzt in Prag begann er sich ganz der Augenheilkunde zu widmen; Bildungsreisen nach Paris, Wien und London; 1852 habilitierte er nach seiner Rückkehr nach Berlin und eröffnete eine private Augenklinik; 1854 gründete er mit dem „Archiv für Ophthalmologie“ die erste augenärztliche Fachzeitschrift, 1866 wurde Graefe Professor und Direktor der augenärztlichen Abteilung der Charité; er war besonders erfolgreich bei der Behandlung des Grünen Stars und des Schielens; Graefe führte den von Helmholtz entwickelten Augenspiegel in die augenärztliche Praxis ein und über 10.000 Operationen durch.

Robert Kempe