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Personalia

Verdienter Schultheoretiker im Ruhestand

Achim Leschinksy

Nach 17 Jahren Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität ist Prof. Dr. Achim Leschinsky (65) in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Seit 1992 hat er den Neuaufbau des Instituts für Erziehungswissenschaft nach der Wiedervereinigung maßgeblich mitgeprägt. Der prominente Schultheoretiker war Mitherausgeber der angesehensten Zeitschrift der deutschen Erziehungswissenschaft, der Zeitschrift für Pädagogik, und hat federführend an den Bildungsberichten mitgewirkt. Leschinskys Forschungsschwerpunkte liegen auf der theoriegeleiteten Evaluation des Schulsystems, in den letzten zehn Jahren auf der Evaluation des Schulfachs Lebensgestaltung-Ethik-Religion, der jüdischen Schulen Berlins und der Qualitätssicherungsmaßnahmen in Brandenburg. Er hat wegweisende Analysen zur Geschichte des Schulwesens, zur Gesamtschule und zu Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf vorgelegt. Der Lehrer für Geschichte und Latein war fast zwanzig Jahre am Max-Plack-Institut für Bildungsforschung im Forschungsbereich „Schule und Unterricht“ tätig, bevor er an die HU berufen wurde. In dieser Zeit promovierte und habilitierte er sich. Trotz einer schweren Behinderung, die seinen Alltag seit mehr als 30 Jahren prägt, hat er die Schultheorie um zentrale Erkennt­nisse bereichert. Er wird seine Forschung fortsetzen. Seine Arbeiten an der HU werden durch eine neu eingerichtete Juniorprofessur für Schulforschung fortgeführt.

Institut für Erziehungswissenschaften
Foto: privat


Ehrendoktorwürde für Rabbiner Ernst M. Stein

Ernst M. Stein

Die Philosophische Fakultät III der Humboldt-Universität zu Berlin hat Rabbiner Ernst M. Stein am 23. November 2009 die Ehrendoktorwürdeverliehen. Der heute 80-Jährige war noch ein Kind, als die Synagogen in seiner Heimatstadt Mannheim in Brand gesteckt wurden. Für ihn folgte die Flucht nach Shanghai, wo er eine Ausbildung zum Schmied machte.

Über Israel und die USA kehrte er schließlich nach Deutschland zurück. 17 Jahre lang war Stein als Rabbiner in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin tätig und für seine oft unorthodoxe Auslegung der Jahrtausende alten, rituellen Überlieferungen und Vorschriften bekannt. 1997 ging er in den Ruhestand. Heute lebt Ernst Stein im englischen Brighton und in Berlin.

Foto: Bernd Prusowski


Amazone-Preis

Friedrich Keunecke, Absolvent der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät, hat den Innovations Award 2009 für seine Abschlussarbeit erhalten. Seine Bachelor-Arbeit mit dem Titel „Ist das ‚System Fahrgasse’ im Getreide alternativlos?“ wurde von Prof. Dr. Jürgen Hahn vom Fachgebiet Agrartechnik der HU sowie von PD Dr. Joachim Brunotte vom Johann Heinreich von Thünen-Institut Braunschweig betreut. Aus der Fragestellung der Arbeit heraus erfolgte eine Prüfung, ob Alternativen zum „System Fahrgasse“ möglich sind, wobei ein konventionelles Leitspur-System einem System ohne jede Leitspur gegenübergestellt wurde. Im Ergebnis kann nur unter stark restriktiven Annahmen ein Fahrgassenverzicht möglich sein, jedoch nicht für die Produktion von Qualitätsgetreide, so Keunecke. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert und wurde anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Amazonen-Werke Hasbergen-Gaste durch die Amazone-Stiftung ausgelobt.

Sebastian Hebert


DAAD-Preis 2009

Maria Palazova

Mit dem „Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wurde Maria Palazova aus Bulgarien ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Maria Palazova schloss das Studium der Psychologie an der HU mit Auszeich-nung ab. Ihre Diplomarbeit wurde ebenso wie ihre Diplom-Hauptprüfung mit 1,0 bewertet. Damit gehört sie zu den besten Studierenden ihres Jahrgangs. Die Gutachter bescheinigen der Psychologin, dass ihre Arbeit außergewöhnlich in ihrer Qualität ist und allerhöchsten Anforderungen genügt. Beeindruckend ist, dass Frau Palazova außer ihren hervor­ragenden wissenschaftlichen Leistungen Interesse und Engagement für viele andere gesellschaftliche Aktivitäten zeigt. So engagierte sie sich im deutsch-bulgarischen Studentenverein Hashove, wirkte an Kulturaustausch­programmen der Robert-Bosch-Stiftung mit, nahm an Trainings zu interkultureller Sensibilisierung teil und lässt sich nun als Integrationscoach ausbilden.

Foto: Robert Nagel


Schering Preis

Der Chemiker Dr. Tom Großmann erhielt am 4. Dezember 2009 den Schering Preis 2008, der von der Schering Stiftung gestiftet und seit 2009 jährlich von den drei Berliner Universitäten für die beste Promotion im Fach Chemie verliehen wird. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Großmann hat an der HU Chemie studiert. Seine Diplomarbeit schrieb er an der University of California, Berkeley. Seine Dissertation entstand in der Gruppe von Prof. Dr. Oliver Seitz vom Institut für Chemie der HU. Er entwickelte dabei eine signalverstärkende Methode zur molekularen Gendiagnostik. Die DNA ist der molekulare Träger des Erbguts. Schon sehr kleine Veränderungen können zu Krankheiten, wie Alzheimer, Parkinson sowie diversen Krebsarten, führen. Diese Zusammenhänge führen zu einem stetig wachsenden Bedarf an Methoden für den Nachweis von spezifischen, krankheitsrelevanten DNA-Sequenzen. Die gängigen DNA-Nachweisverfahren nutzen vorwiegend die Polymerasekettenreaktion (PCR). Diese praktische Methode ist jedoch zeitaufwendig und erfordert einen hohen apparativen Aufwand. Die von Großmann entwickelte Methode wurde verwendet, um einen krebserzeugenden DNA-Abschnitt sowie einen RNA-Abschnitt des HI-Virus nachzuweisen. Das Verfahren ist dabei einfacher als die PCR. Die mit Auszeichnung bewertete Doktorarbeit wurde bereits mit dem Fischer-Nernst-Promotionspreis des Instituts für Chemie honoriert.


Ehrendoktorwürde II

Am 13. November 2009 wurde Prof. Dr. phil. Bernd Wegener mit dem Ehrendoktortitel sowie mit dem Titel des Ehrenprofessors der Budapester Eötvös Loránd Universität ausgezeichnet. In einer Zeremonie, zu der neben dem akademischen Senat der Budapester Eötvös Loránd Universität auch Ungarns Staatspräsident, Laszlo Solyom, anwesend war, wurde dem Soziologen der HU die Ehrenurkunde überreicht. Mit dieser Auszeichnung wird Wegener für seine wissenschaftlichen und praktischen Arbeiten auf den Gebieten der Umfrage-, Ungleichheit- und Gerechtigkeitsforschung ausgezeichnet. Der Wissenschaftler ist seit 1994 als Professor für Soziologie im Lehrbereich für Empirische Sozialforschung am Institut für Sozialwissenschaften der HU tätig. Seit 2008 steht er der Philosophischen Fakultät III als Dekan vor. Großmann ist zurzeit Postdoktorand an der Harvard University.


Neue Pressesprecherin

Mirja Behrendt

Mirja Behrendt (32), geboren in Schleswig, übernahm am 1. Dezember 2009 das Amt der Pressesprecherin für den Präsidenten der Humboldt-Universität. Nach einem Studium der Politik, Kulturgeographie und Soziologie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg kam die Politikwissenschaftlerin 2004 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Büroleiterin des Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen nach Berlin. Zunächst betreute sie die Ausschussarbeit des Abgeordneten für die Bereiche Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Anschließend war sie schwerpunktmäßig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Politikers in den Bereichen Kultur und Medien zuständig. Während und nach dem Studium absolvierte Mirja Behrendt unter anderem Praktika in einer Anwaltskanzlei in den USA sowie im Deutschen Bundestag.


Förderpreis

Dr. Annekathrin Schacht hat den Förderpreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften erhalten. Ihr Forschungsgegenstand sind Emotionen. Die Psychologin untersucht das Zusammenspiel von Emotion und Kognition mit einer Kombination von experimentalpsychologischen und neurowissenschaftlichen Methoden. Annekathrin Schacht studierte Musikwissenschaft, Soziologie und Kulturwissenschaften und anschließend Psychologie an der HU, wo sie auch die Promotion erlangte. Seit Oktober 2008 leitet sie gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Sommer das Projekt „Emotionen in der Wort- und Gesichterverarbeitung im Rahmen des Exzellenzclusters „Languages of Emotions“.