Im Berliner Wissenschaftsjahr 2010 laden die Helmholtz-Gemeinschaft und
die Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam zu Sonntagsvorlesungen
ein. In bester Berliner Tradition werden an vier Sonntagen monatlich
aktuelle Themen aus den Forschungsbereichen Gesundheit und Energie aus
unterschiedlichen Blickwinkeln der Forschung vorgestellt und
diskutiert. Die erste Vorlesung am 31. Januar 2010 im Hauptgebäude der
Humboldt-Universität wirft die Frage auf, wie Infektionen zu Pandemien
werden und welche Konsequenzen dies für den Impfschutz und das
Impfverhalten hat.
In der Vorlesung „Schweinegrippe – Infektionen werden zu Pandemien“
spricht Prof. Dr. Klaus Schughart, Abteilungsleiter Infektionsgenetik,
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Während
Prof. Schughart die infektionswissenschaftlichen Aspekte betrachtet,
wirft Prof. Dr. Michael Kloepfer den anderen, den
rechtswissenschaftlichen Blick, auf die Pandemien. Als Spezialist für
Europarecht, Umweltrecht, Finanz- und Wirtschaftsrecht vom Lehrstuhl
für Staats- und Verwaltungsrecht der Humboldt-Universität stellt er die
mit Pandemien verbundenen Rechtsfragen. Diese treten etwa auf, wenn es
um die ungeklärte Frage geht, wer im Pandemiefall vorrangig mit
Impfstoff zu versorgen ist. Darf ein Staat etwa durch Rechtsverordnung
Schutzimpfungen für bedrohte Bevölkerungsteile anordnen, wenn eine
Infektionskrankheit mit schweren Verlaufsformen auftritt, obwohl eine
grundsätzliche Impffreiheit existiert?
Dass diese Fragen aktuell sind und bleiben, steht außer Frage. Denn
trotz des abflauenden Medieninteresses an der Schweinegrippe: Die
nächste Pandemie kommt bestimmt. Influenza-Viren stellen eine ständige
Bedrohung dar, da immer wieder neue Varianten entstehen und die
vorhandenen Medikamente schnell wirkungslos werden lassen. Impfungen
bilden einen wirkungsvollen Schutz. Demnach kann die Menschheit der
Gefahr nur begegnen, indem sie beobachtet, forscht und neue Medikamente
entwickelt.
Die Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesungen bestehen aus jeweils zwei
Kurzvorlesungen. Das Thema wird durch einen Forscher aus der
Helmholtz-Gemeinschaft vorgestellt und zusammen mit dem „anderen“ Blick
eines Forschers der Humboldt-Universität diskutiert. Das Publikum kann
während und im Anschluss an die Vorlesung Fragen zu stellen und mit den
Vortragenden diskutieren.
Der Eintritt ist frei. Es gibt eine Kinderbetreuung für Kinder ab dem
Vorschulalter.
Die weiteren Termine:
28.02.2010 Gesundheit: Diabetes II – Eine neue Volkskrankheit?
28.03.2010 Jahr der Energie: Die Energie der Zukunft. Die neuen
Dünnschicht-Solarzellen
25.04.2010 Jahr der Energie: Die Zukunft des Menschen. Ernährung,
Wasser und Energie im Klimawandel
Die Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesungen finden im Rahmen des 200-jährigen Universitätsjubiläums statt. Nähere Informationen unter: http://www.hu200.de/
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