Gute Traditionen, belastende Geschichten, Helden und Opfer, Vorbilder und
Schurken – die Jubiläumsausstellung „Mittendrin“ präsentiert
Universitätsgeschichte inmitten der Gegenwart. 37 rot leuchtende Kuben
beleben noch bis 15. August 2010 das Foyer des
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums als historische Wissensspeicher, die
neugierig machen auf den Inhalt. Amtskette, Talar und Zepter – der neu
erschienene Katalog zur Ausstellung vermittelt einem breiten Publikum die
Kontinuitäten und Brüche der Universitätsgeschichte von der Gründung bis zur
Gegenwart nun auch zum Anschauen und Lesen für zu Hause.
Wir laden Sie herzlich ein zur Präsentation des Katalogs mit anschließender
Diskussion:
Es sprechen:
- Die Kuratoren Ilka Thom und Kirsten Weining (Grußworte)
- Mitchell Ash, Professor für neuere Geschichte an der Universität
Wien - Volker Heß, Charité Berlin
- Konrad Jarausch, ehemaliger Direktor des Zentrums für Zeithistorische
Forschung (ZZF) in Potsdam - Peter Lundgreen, Historiker und Philosoph der Universität
Bielefeld - Jörg Pache, Student der Humboldt-Universität, Mitglied der Historischen
Kommission des Studierendenparlaments - Heinz-Elmar Tenorth, Erziehungswissenschaftler der Humboldt-Universität
(Moderation)
Zepter, Gründungsurkunde, das erste Vorlesungsverzeichnis auf Deutsch und
Latein, berühmte Matrikel: Der Katalog blickt hinter das Augenscheinliche
und spart Strittiges und Brüche in der Historie nicht aus. Wie die
Ausstellung selbst, so präsentiert sich auch der Katalog nicht
chronologisch, sondern in Sektionen geteilt. Die darin enthaltenen Essays
und abgebildeten Exponate beschreiben und hinterfragen beispielsweise das
deutsche Universitätsmodell und die Berliner Universität, die Festkultur und
Selbstinszenierung deutscher Hochschulen, Orte und Akteure der Forschung
sowie die Freiheit und den Nutzen der Wissenschaft. "Der Mythos Humboldt ist
heute die Kurzformel für eine Hypothek der Tradition, die in Erfindungen und
Entdeckungen, in Texten und Bildern, in Disziplinen und ihren Profilen, in
Kontroversen und Inszenierungen des Neuen und Bedeutsamen lebt", so die
Kuratorinnen Ilka Thom und Kirsten Weining.
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren die Ausstellungsmacher
gemeinsam mit renommierten Historikern auch über das ausgestellte
Gründungsmanifest der Berliner Universität Wilhelm von Humboldts. In ihm
fasste er die maßgeblichen Ideen seiner Zeit zur Universitätsreform zusammen
und goss sie in einprägsame Formeln wie die wohl berühmtesten von
„Einsamkeit und Freiheit“ und der „Einheit von Forschung und Lehre“. Hat das
Manifest als Konzeption der modernen Forschungsuniversität auch heute noch
Bestand? Und ist Berlins älteste Hochschule wirklich eine, die Geschichte
macht?
Im Anschluss an die Veranstaltung wird es einen Empfang geben.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag bis Freitag: 8 bis 24 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Der Katalog zur Jubiläumsausstellung, herausgegeben von Ilka Thom und
Kirsten Weining in Zusammenarbeit mit Heinz-Elmar Tenorth, ist im
Akademie-Verlag erschienen (ISBN-9783050049403) und im HumboldtStore,
Hauptgebäude der Universität, Unter den Linden 6, erhältlich.
WEITERE INFORMATIONEN
Sabrina SchulzeHumboldt-Universität zu Berlin
PR-Referentin HU200
Tel: 030 2093-2694
E-Mail: s.schulze☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜uv.hu-berlin☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de
Web: www.hu200.de