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Auftakt in der Exzellenzinitiative

Humboldt-Universität schreibt ab dem 1.12. Nachwuchsförderlinien aus

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) gehört seit dem 15. Juni 2012 zu den elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Den offiziellen Auftakt der fünfjährigen Förderung in der Exzellenzinitiative feiert die HU heute mit einer Informationsveranstaltung und anschließender Podiumsdiskussion. Das Präsidium stellt die unterschiedlichen Förderlinien vor, durch die alle Mitglieder der Universität an dem Reformprozess im Zuge der Exzellenzinitiative teilhaben können. „2017 will die Humboldt-Universität durch ihre vielfältigen Förderformate dafür gesorgt haben, dass eine neue Generation exzellenter Forscherinnen und Forscher nachrückt. Diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden internationale Erfahrungen gemacht haben und von einem inspirierten und stabilen Umfeld in der Ausbildungsphase profitieren können“, sagt HU-Präsident Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Die Förderlinien im Überblick

Spitzenforschung fördern

Die Integrativen Forschungsinstitute (IRI) fördern als fakultätsübergreifende Institute forschungsstarke inneruniversitäre Kooperationen und tragen so entscheidend zur Profilbildung der HU bei. In der fünfjährigen Förderperiode ist der Aufbau des IRI für Lebenswissenschaften auf dem Campus Nord der Universität mit der Integration von Biologie, Medizin und Neurowissenschaften als Forschungskooperation geplant. Damit wird die HU zu einem starken Kooperationspartner auch für das neue Kooperationsprojekt zur Gesundheitsforschung zwischen Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und Charité, das vom Bund gefördert wird. Des Weiteren wird die Weiterentwicklung des 2009 gegründeten IRIS Adlershof mit dem dort etablierten Modell interdisziplinärer Brückenprofessuren und der Stärkung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Bereich der Naturwissenschaften vorangetrieben. Zudem steht die Neugründung des IRI THESys bevor, das sich mit der Transformation von Mensch-Umwelt-Systemen und Nachhaltigkeitsforschung beschäftigt.

Das Thema Gleichstellung wirkt auf allen Ebenen des Zukunftskonzeptes. Das Leadership-Programm ermöglicht es Professorinnen in Führungspositionen, sich durch Mentoring, Coachings, Beratungen und Vernetzungen zu professionalisieren.
Mit der Caroline von Humboldt-Professur, die mit einer Förderung von 80.000 Euro verbunden ist, wird jährlich eine Professorin der Universität ausgezeichnet, um ihre herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre in neuen Projekten fortführen zu können.

Die Förderlinie Freiräume – Fokus Geisteswissenschaften unterstützt die geisteswissenschaftlichen Fächer und verstärkt den nationalen wie internationalen Austausch. Das 2011 gegründete Forum Geisteswissenschaften beobachtet dabei die Entwicklung der geisteswissenschaftlichen Disziplinen und Forschungsprojekte an der HU und an externen Einrichtungen, zeigt neue Tendenzen auf, identifiziert Bedürfnisse und berät das Präsidium bei der Gestaltung der Ausschreibungen.

Den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

Das Zukunftskonzept der HU setzt einen besonderen Fokus auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vom Studium bis zur Professur und speziell auf die Sicherung der Übergänge von einer Karrierestufe zur nächsten. So vergibt die HU Research Tracks für exzellente Masterstudierende, damit diese sich ganz auf die Vorbereitung ihrer Promotion konzentrieren können. Das neue Postdoc-Programm – die sogenannten Fellowships und Scholarships – stabilisiert die sensible Phase zwischen Promotion und Professur, indem es Zeit für die Erstellung von Forschungsanträgen, Bewerbungen und die Vorbereitung der akademischen Karriere schafft. Für Juniorprofessorinnen und -professoren, deren hohe Qualifikation durch eine Zwischenevaluierung und eine spätere Begutachtung belegt ist, kann im Falle einer Lücke von bis zu drei Jahren zwischen dem Auslaufen der Juniorprofessur und dem Freiwerden einer Professur aus Mitteln des Zukunftskonzepts zudem eine Brückenfinanzierung zur vorzeitigen Berufung gewährt werden.

Governance fördern

Das Zukunftskonzept soll als Motor für Veränderung – auch in der Verwaltung – wirken. Unter dem Stichwort „Kultur der Ermöglichung“ wird die Universitätsverwaltung mit dem Fokus auf eine wissenschaftsadäquate Serviceorientierung ausgebaut. Neben spezifischen Personalentwicklungsmaßnahmen wie Teambildung, Rotation und Best-Practice-Studien, werden Verwaltungsaufgaben künftig ressortübergreifend durch Servicenetzwerke übernommen. Eine wichtige Maßnahme ist die Reform der Fakultäten, bei der vor allem deren Stärkung und Profilierung im Vordergrund steht. Ziel ist es, den Dekaninnen und Dekanen größere Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Durch die Förderlinie „Impulse“ werden Forschungs- oder Reformprojekten finanziert, die die Profile der Fakultäten stärken.

Die Umsetzung des Zukunftskonzepts wird durch den Ständigen Beratenden Ausschuss (SBA) begleitet. Das sechzehnköpfige Gremium setzt sich aus Vertretern aller Statusgruppen der HU zusammen. Auf diese Weise können die Perspektiven und Bedürfnisse der gesamten Universität in die Umsetzung der Vorhaben einfließen. „Ich lade Sie alle herzlich ein, unser Zukunftskonzept mit Leben zu füllen und die vielfältigen Entwicklungschancen, die es Ihnen und unserer Universität bietet, zahlreich zu nutzen“, fordert HU-Präsident Olbertz alle Universitätsmitglieder auf.

Broschüre und weitere Informationen

Die Broschüre „Bildung durch Wissenschaft“ enthält die wichtigsten Informationen zu den Inhalten und Fördermöglichkeiten des Zukunftskonzepts der HU. Die Broschüre ist erhältlich in der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Unter den Linden 6
10099 Berlin, Raum 3002
Tel.: 030 2093-2345
pr@hu-berlin.de

Weitere Informationen: www.exzellenz.hu-berlin.de

Kontakt

Constanze Haase

Pressesprecherin
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Unter den Linden 6
10099 Berlin

Tel.: 030 2093-2332
E-Mail: constanze.haase@hu-berlin.de

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