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10.000 Euro für die Umsetzung der eigenen Projektidee

Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) haben im Hochschulwettbewerb "Mehr als Bits und Bytes" gewonnen: Das dreiköpfige Team gehört zu den bundesweit 15 Nachwuchswissenschaftlern, die von der Initiative "Wissenschaft im Dialog" für ihre innovativen Projektideen zur Vermittlung von Forschung und Wissenschaft in der digitalen Gesellschaft ausgezeichnet wurden. Bis zum Ende des Wissenschaftsjahres 2014 haben die jungen Forscher nun Zeit, mit dem Preisgeld von 10.000 Euro ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.

Das ausgezeichnete Projekt "Klickmodus-Kulturtechniken im Digitalen" der drei Kulturwissenschaftsstudierenden Sarah-Katharina Becker, Arkadij Koscheew und Mona Wischhoff ist ein interaktiver Ausstellungsparcours durch das Tieranatomische Theater der HU. Der Parcours soll die Besucher für das Zusammenspiel von Kulturtechniken wie Beobachten, Lernen, Spielen und Tauschen sensibilisieren und sichtbar machen, wie diese sich im digitalen Raum verändern. "Bisher haben wir uns vor allem im Rahmen unseres Studiums mit dem Thema beschäftigt. Der Aufruf zum Hochschulwettbewerb hat uns dazu angeregt, die Forschungsarbeit anders zu denken: nicht wie gewohnt in Textform, sondern im Medium der Ausstellung. Das Preisgeld gibt uns die Möglichkeit, den Ausstellungsparcours frei umzusetzen. Dass wir das Tieranatomische Theater, in dem wir als studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind, mit einer ganz eigenen Ausstellung bespielen dürfen, macht uns besonders stolz", freut sich das Gewinnerteam über die Förderung.

Für die Besucher des Parcours "Klickmodus-Kulturtechniken im Digitalen" sollen Praktiken im digitalen Raum als modifizierte Fortführung des Handelns sichtbar gemacht werden. Der Besucher beeinflusst Inhalte und Gestaltung interaktiv mit. So wählt er an jeder Station im Parcours aus zwei "Links" den weiteren Verlauf, bringt "Like"-Sticker an und wird durch "Post-its" aufgefordert, konkrete Fragen zu beantworten: Welche neuen Praktiken des Erinnerns ergeben sich aus der Digitalisierung? Spiegelt die Facebook-Chronik individuelle Lebenserfahrungen wider oder werden sie durch das vordefinierte Format gleichgeschaltet? Am Ende ergibt sich für jeden ein individueller Pfad, der symbolisch zu einem komplexen Netz miteinander verbunden wird. Er verdeutlicht, wie Kulturtechniken dem Wandel unterliegen.

Über den Hochschulwettbewerb

Mit dem Hochschulwettbewerb "Mehr als Bits und Bytes" hatte "Wissenschaft im Dialog" Nachwuchswissenschaftler aufgerufen, Kommunikationsideen zur Vermittlung von Forschung und Wissenschaft im Bereich der digitalen Gesellschaft zu erarbeiten. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft gefördert.

Das Gewinnerteam

Sarah-Katharina Becker studiert Kulturwissenschaft im Master. Ihren Bachelor hat sie zuvor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig in den Fächern Kunstwissenschaft und Medienwissenschaften gemacht. Sie arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik an der HU in der Veranstaltungsorganisation und als Tutorin.

Arkadij Koscheew studiert Kulturwissenschaft sowie Kunst- und Bildgeschichte im Bachelor. Er arbeitet im Tieranatomischen Theater als Guide und in der Ausstellungsorganisation.

Mona Wischhoff studiert Kulturwissenschaft im Master. Zuvor studierte sie Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Tieranatomischen Theater arbeitet sie als Guide, in der Ausstellungsorganisation und als Tutorin.

Kontakt

Mona Wischhoff
Humboldt-Universität zu Berlin
mona.wischhoff@student.hu-berlin.de

Susanne Cholodnicki
Humboldt-Universität zu Berlin
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel.: 030 2093-2332
susanne.cholodnicki.1@hu-berlin.de

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