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Einstein Stiftung Berlin fördert elf Gastwissenschaftler der HU

Sonderprogramm „Wissenschaftsfreiheit“ für Forschende aus Krisenregionen

Durch eine Förderung im Rahmen des Sonderprogramms „Wissenschaftsfreiheit“ der Einstein Stiftung Berlin werden ab sofort elf Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler für bis zu 18 Monate an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) forschen können. Das zeitlich begrenzte Sonderprogramm wurde vor kurzem von der Einstein Stiftung eingerichtet, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu unterstützen, die in ihren Herkunftsländern bedroht oder in ihrer wissenschaftlichen Arbeit eingeschränkt sind.

Die Mehrheit der elf Forschenden, die nun ihre Arbeit an der HU aufnehmen werden, stammt aus der Türkei, jeweils einer kommt aus Syrien und einer aus dem Iran. Zwei der Fellows waren bereits zuvor mit einem Stipendium der Philipp Schwartz-Initiative an der HU tätig.

Viele der neuen Fellows sind nicht nur selbst von Einschränkungen ihrer Freiheit betroffen, sondern beschäftigen sich auch in ihren Forschungsvorhaben mit Flucht und Migration oder mit der globalen Krise der rechtsstaatlichen Demokratie und der Entwicklung neuer Formen autoritärer Herrschaft, insbesondere in der Türkei.

Mehrere Einstein Fellows werden am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) zum Themenbereich Flucht und Migration forschen. So untersucht eine von ihnen zum Beispiel das Verhältnis zwischen hochqualifizierten türkischen MigrantInnen, die erst vor kurzem aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind, und den etablierten türkischen Communities in Berlin. Eine andere Wissenschaftlerin beschäftigt sich mit der Veränderung von maskulinen Subjektivitäten im Kontext von Solidaritätsnetzwerken von Geflüchteten in Deutschland und Griechenland.

Weitere Gastwissenschaftlerinnen werden an das Institut für Sozialwissenschaften und das in Gründung befindliche Integrative Research Institute Law and Society (IRI LSI) der HU angebunden sein und sich aus juristischer und politikwissenschaftlicher Perspektive mit dem Themenkomplex „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Autokratisierung“ beschäftigen. Ihr gemeinsames Forschungsinteresse gilt verschiedenen Aspekten des „democratic backsliding“ und der Entwicklung neuer Formen autoritärer Herrschaft in der Türkei. Die Forscherinnen untersuchen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven, wie angesichts der gegenwärtigen globalen Krise rechtsstaatlicher Demokratien Verfahren und Strategien entwickelt werden können, um demokratische Werte, Prinzipien und Institutionen zu schützen.

Andere Einstein Fellows werden am Geographischen Institut der HU und am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften tätig sein.

Weitere Informationen

Kontakt

Sarah Hartmann

Zentrale Ansprechpartnerin für gefährdete Forschende und
HU-Initiativen „Refugees Welcome“

Stabsstelle Internationalisierung

Tel: 030 2093-20092

sarah.hartmann@hu-berlin.de

 

Dr. Serhat Karakayali

Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung

 

Tel: 030 2093-46262
serhat.karakayali@hu-berlin.de

 

Dr. Ertuğ Tombuş

Institut für Sozialwissenschaften

 

Tel: 030 2093-66548

ertug.tombus@hu-berlin.de

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