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Mehrfache Ehrungen in Adlershof

Humboldt-Universitäts-Medaille und Dissertationspreis Adlershof verliehen

Gleich zwei Überraschungen gab es anlässlich der Verleihung des Dissertationspreises Adlershof 2015 am 9. Februar 2016 auf dem Campus Adlershof. Der Preis ging erstmalig in der 14-jährigen Geschichte der Auszeichnung an zwei Preisträger.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde Hardy R. Schmitz, langjähriger und kürzlich in den Ruhestand getretener Geschäftsführer der Wista Management GmbH, mit der Verleihung der Humboldt-Universitäts-Medaille überrascht.

Dissertationspreis Adlershof 2015

Dr. Neysha Lobo-Ploch und Dr. Jan-Ferenc Kischkat
Neysha Lobo-Ploch und Jan-Ferenc Kischkat
Abbildung: Andreas Süß

Den Dissertationspreis Adlershof 2015, dotiert mit 3.000 Euro, teilen sich Dr. Neysha Lobo-Ploch und Dr. Jan-Ferenc Kischkat. Das Spezielle des Preises: Drei vorab Nominierte treten in einem Live-Wettbewerb  gegeneinander an. Die Jury entscheidet im Anschluss, wer nicht nur sehr gut forschen, sondern auch überzeugend vortragen kann.

Sowohl die Forschung von Kischkat als auch von Lobo-Ploch zeichnet nicht nur durch die hervorragende Leistung, sondern auch durch ihren Anwendungsbezug aus.

Kischkat promovierte bei Prof. Ted Masselink am Institut für Physik der HU über frequenzabstimmbare Laserquellen im mittleren Infrarot. Er schaffte einen sehr wichtigen Durchbruch auf dem Weg zu tragbaren Spurengasdetektoren. Sie können zur Früherkennung schwerer Krankheiten wie Lungenkrebs und Leukämie über die nicht-invasive Analyse der Atemluft dienen. Kischkats besondere Leistung ist, dass er die Komplexität und Fragilität solcher Systeme, die aktuell noch an die geschützte Umgebung spezialisierter Forschungslabore gebunden sind, ausschlaggebend reduziert hat. Er entwickelte ein neuartiges infrarot-optisches Element, wofür er wenig erforschte Materialien wie die Fluoride der Seltenen Erden verwendete.

Neysha Lobo-Ploch hat ihre Dissertation im Joint Lab „GaN-Optoelektronik“ des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, und der TU Berlin durchgeführt. Sie leistete mit ihrer Forschung Pionierarbeit bei der Realisierung hocheffizienter UV-LEDs. Mit ihren Ergebnissen lassen sich UV-LEDs mit deutlich verbesserten Quanteneffizienzen und höheren Lichtleistungen realisieren. Die Ergebnisse legten die Grundlage für ihr gemeinsam mit drei Kollegen gegründetes Spin-Off „UVphotonics“.

Den Dissertationspreis Adlershof vergeben die HU, die Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. (IGAFA) und die WISTA Management GmbH alljährlich gemeinsam. Zielgruppe sind alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die ihre Promotion in Adlershof angefertigt und mit dem Prädikat von mindestens „sehr gut“ (magna cum laude) abgeschlossen haben.

Humboldt-Universitäts-Medaille für Hardy R. Schmitz

Alternativtext
Jan-Hendrik Olbertz (rechts) überreicht die Humboldt-Medaille
an Hardy R. Schmitz
Abbildung: Andreas Süß

Nach der Preisvergabe betrat Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der HU, als Überraschungsgast die Bühne, um Hardy R. Schmitz für seine Verdienste für die HU zu ehren. Schmitz war zum Jahreswechsel nach 14 Jahren als Geschäftsführer der Wista in den Ruhestand gegangen. Olbertz hob sein langjähriges Engagement für die Entwicklung des Standorts, für die in Adlershof angesiedelten Institute der HU und insbesondere die Exzellenz-Graduiertenschule SALSA und das Integrative Research Institute for the Sciences IRIS Adlershof hervor.

„Sie waren Mitinitiator des Exzellenzcluster-Teilantrages Campus Adlershof - Materials in New Light, aus dem sich später das IRIS Adlershof entwickelte. Die Idee der Integration verschiedener Fachdisziplinen unter einem Dach und die Verzahnung mit außeruniversitären Forschungsinstituten und Wirtschaftsunternehmen, ist ja genau das, wofür der Standort Adlershof steht“, sagte Olbertz.

Die Humboldt-Universitäts-Medaille wird seit 2007 an Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens verliehen, die sich im besonderen Maße um die Alma Mater Berolinensis verdient gemacht haben.

Weitere Informationen

Kontakt

Petra Franz

Referentin für Adlershof
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-1437
petra.franz@uv.hu-berlin.de

 

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