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Erste Ergebnisse der Mission MAIUS-1 veröffentlicht

Erste Ergebnisse der Mission MAIUS-1 zur Demonstration von Bose-Einstein-Kondensaten im Weltall wurden im Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlicht

Rakete
MAIUS-1 im Launcher.
Foto: Stephan T. Seidel

Die MAIUS-1 Mission ist eine Forschungsrakete, die im Januar 2017 unter Leitung der Leibniz Universität Hannover aus Kiruna, Nordschweden, gestartet wurde und während ihrer sechs Minuten in Schwerelosigkeit verschiedene Experimente zur Quantenphysik durchführte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Joint Labs der Humboldt-Universität zu Berlin und des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) haben das Lasersystem zum wissenschaftlichen Aufbau beigetragen und die Durchführung der Mission begleitet.

Das Hauptergebnis ist die erstmalige Erzeugung eines Bose-Einstein-Kondensats (ein besonderer, ultrakalter und für die Quantenphysik wichtiger Zustand von Atomen) im Weltall. Erste Auswertungen der Experimente und die dazu verwendeten Techniken werden in der Veröffentlichung beschrieben.

Quantenphysikalische Experimente im Weltall geben nicht nur Aufschluss über das Verhalten von Atomen in Schwerelosigkeit. Mit verschiedenen Techniken ist es auch möglich, mehr über unser Universum zu erfahren. So sollen in zukünftigen Missionen Tests zu Einsteins Relativitätstheorie durchgeführt und das Zusammenspiel des ganz Kleinen (Quantenphysik) und des ganz Großen (Gravitation) untersucht werden.

 

Publikation

D. Becker, M. D. Lachmann, S. T. Seidel, H. Ahlers, A. N. Dinkelaker, J. Grosse, O. Hellmig, H. Müntinga, V. Schkolnik, T. Wendrich, A. Wenzlawski, B. Weps, R. Corgier, D. Lüdtke, T. Franz, N. Gaaloul, W. Herr, M. Popp, S. Amri, H. Duncker, M. Erbe, A. Kohfeldt, A. Kubelka-Lange, C. Braxmaier, E. Charron, W. Ertmer, M. Krutzik, C. Lämmerzahl, A. Peters, W. P. Schleich, K. Sengstock, R. Walser, A. Wicht, P. Windpassinger, E. M. Rasel: Space-borne Bose-Einstein condensation for precision interferometry, Nature 562, 391-395 (2018)

Link zur Studie

Weitere Informationen

Pressemitteilung der Universität Hannover

Kontakte

Dr. Markus Krutzik / Prof. Achim Peters, Ph.D.
Institut für Physik
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-4814 / -4905
markus.krutzik@physik.hu-berlin.de
achim.peters@physik.hu-berlin.de

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