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Andrej Holm bedauert Falschangaben

Präsidentin reagiert: Abmahnung statt Kündigung

Am 09. Februar 2017 gab Herr Dr. Andrej Holm folgende Erklärung ab:

„Ich bin mir heute bewusst, dass ich gegenüber der HU objektiv falsche Angaben hinsichtlich meiner Tätigkeit für das MfS gemacht habe. Ich bedauere das und ebenso, dies nicht sofort gegenüber der HU zum Ausdruck gebracht zu haben. Ich versichere gleichzeitig, neben der Grundausbildung und den von mir geschilderten Tätigkeiten in der Auswertungs- und Kontrollgruppe keine weiteren Aufgaben, weder hauptamtlich noch inoffiziell, für das MfS erledigt zu haben.“

Mit seiner Erklärung gibt Herr Holm erstmalig gegenüber der HU zu, Falschangaben gemacht zu haben, und bedauert dies.

Vor dem Hintergrund der neuen Erklärung und der Klarstellung gegenüber der HU als Arbeitgeberin stellt sich die Frage neu, inwieweit das Vertrauensverhältnis zwischen der HU und Herrn Holm gestört ist. Die HU-Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst hatte darauf bereits am 18. Januar verwiesen. Die Präsidentin sieht das Vertrauensverhältnis zwar gestört, aber nicht mehr vollständig zerstört und hat deshalb heute entschieden, statt einer Kündigung eine Abmahnung auszusprechen.

Hintergrund: Anfang der 1990er Jahre hat die HU u. a. zur Bewertung einer Tätigkeit für das MfS einen Ehrenausschuss eingerichtet. Dieser Ausschuss hat sich Kriterien hinsichtlich seiner Empfehlungen über eine Zumutbarkeit oder Unzumutbarkeit für eine Tätigkeit an der HU gegeben. In seinem dem Akademischen Senat im Mai 1995 vorgelegten Abschlussbericht heißt es: „als Zumutbarkeitsgründe (kommen) z. B. in Betracht: … Die Tätigkeit für das MfS wurde unmittelbar nach Schulabschluss erst 1989 aufgenommen.“ Dies war bei Herrn Holm der Fall. Bereits am 18. Januar hatte die Präsidentin deutlich gemacht: „Hätte Herr Holm seine Biographie bei der Einstellung offen gelegt, wäre eine Einstellung auch nach den aktuell vorliegenden Informationen möglich gewesen.“

Sabine Kunst: „Es ist erfreulich, dass wir mit Herrn Holm zu einer gemeinsamen Lösung gekommen sind und damit seine Expertise im Lehrbereich Stadtsoziologie der HU auf diese Weise für Lehre und Forschung erhalten können.“

Herr Holm ist derzeit bis Ende 2018 beurlaubt. Seine Stelle ist vertretungsweise besetzt.

Weitere Informationen

Pressekontakt

Hans-Christoph Keller

Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sprecher der Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-2345
pr@hu-berlin.de

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