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Humboldt-Universität zu Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin | Studium | Prüfungsservice | Handreichung für Prüfungsausschussvorsitzende

Handreichung für Prüfungsausschussvorsitzende

Die Informationen auf dieser Webseite sind dem Wiki der Studienabteilung entnommen. Es ist möglich, dass Sie dort um wenige Tage aktuellere Daten vorfinden. Es ist außerdem möglich, dass für einzelne Downloadangebote auf dieser Seite ein Login im Wiki der Studienabteilung erforderlich ist.

 

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] 1 Sammlung relevanter Dokumente

 

[Bearbeiten] 2 Der Prüfungsausschuss

[Bearbeiten] 2.1 Zuständigkeiten

Die Prüfungsangelegenheiten werden von Prüfungsausschüssen organisiert. Der für einen Studiengang bzw. ein Studienfach zuständige Prüfungsausschuss ist in der fachspezifischen Prüfungsordnung benannt. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (1)

[Bearbeiten] 2.2 Zusammensetzung

Prüfungsausschüsse bestehen aus drei Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, einer akademischen Mitarbeiterin oder einem akademischen Mitarbeiter und einer Studentin oder einem Studenten. Stehen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung, kann in den fachspezifischen Prüfungsordnungen eine abweichende Anzahl von Mitgliedern bestimmt werden, soweit den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, ggf. durch Mehrfachstimmrecht, die Mehrheit der Stimmen eingeräumt wird. Der Fakultätsrat, bei Zentralinstituten der Institutsrat, beim Einsatz einer Gemeinsamen Kommission nach § 23 VerfHU die Gemeinsame Kommission kann beschließen, dass dem Prüfungsausschuss statt einer akademischen Mitarbeiterin oder eines akademischen Mitarbeiters eine sonstige Mitarbeiterin oder ein sonstiger Mitarbeiter angehört, die oder der die Qualifikation einer akademischen Mitarbeiterin oder eines akademischen Mitarbeiters hat. Die Mitgliedschaft von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Prüfungsbüro tätig sind, ist ausgeschlossen. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (2)

Ergänzend: Stellvertreter sind jeweils bezogen auf das originäre Mitglied zu benennen. Soweit dieses nicht verfügbar ist, ist der Stellvertreter stimmberechtigt. Für den Vorsitzenden kann kein Stellvertreter (in der Funktion des Nachrückers) benannt werden. Für den Stellvertreter und alle anderen Mitglieder dürfen Stellvertreter benannt werden, wobei der der Stellvertreter des Stellvertreters nicht den Vorsitzenden vertreten darf.

[Bearbeiten] 2.3 Amtszeit

Die Amtszeit eines Prüfungsausschusses wird vom Fakultätsrat, bei Zentralinstituten vom Institutsrat, beim Einsatz einer Gemeinsamen Kommission nach § 23 VerfHU von der Gemeinsamen Kommission beschlossen. Sie darf die Amtszeit des einsetzenden Gremiums nicht überschreiten. Für das studentische Mitglied oder die studentischen Mitglieder kann eine verkürzte Amtszeit beschlossen werden. Ein Prüfungsausschuss kann vorzeitig abberufen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (3)

[Bearbeiten] 2.4 Ernennung der Mitglieder

Die Mitglieder eines Prüfungsausschusses werden im Fakultätsrat, bei Zentralinstituten im Institutsrat, beim Einsatz einer Gemeinsamen Kommission nach § 23 VerfHU in der Gemeinsamen Kommission von den Vertreterinnen und Vertretern ihrer Mitgliedergruppen benannt. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, wird von den Vertreterinnen und Vertretern seiner Mitgliedergruppe für die verbleibende Amtszeit ein neues Mitglied benannt. Die Mitglieder bleiben im Amt, bis die Nachfolgerinnen und Nachfolger ihr Amt angetreten haben. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (4). Besteht eine Fakultät aus mehreren Instituten, kann der Fakultätsrat die Kompetenz zur Bildung von Prüfungsausschüssen und die Befugnisse nach Abs. 2 Satz 3, Abs. 3 und Abs. 4 auf die Institutsräte übertragen. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (5).

[Bearbeiten] 2.5 Wahl und Befugnisse des Vorsitzenden

Prüfungsausschüsse wählen aus der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und mindestens eine Stellvertretende oder einen Stellvertretenden. Sie können ihre Befugnisse für alle Regelfälle auf die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die Stellvertretende oder den Stellvertretenden übertragen. Die Befugnis für Entscheidungen in Gegenvorstellungsverfahren kann nicht übertragen werden. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (6).

[Bearbeiten] 2.6 Sitzungen und Beschlussfähigkeit

Prüfungsausschüsse tagen nicht öffentlich. Sie sind beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder einschließlich der oder des Vorsitzenden oder der oder des Stellvertretenden anwesend ist. Sie fassen ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden, bei deren oder dessen Abwesenheit die Stimme der oder des Stellvertretenden. In Bewertungsangelegenheiten haben studentische Mitglieder kein Stimmrecht. Bei Entscheidungen nach § "Benotung und Bestehen von Prüfungen", Abs. (4) und § "Gegenvorstellungsverfahren" wirken Mitglieder, die in derselben Angelegenheit Prüferin oder Prüfer waren, nicht mit. Prüfungsausschüsse können Beschlüsse im schriftlichen Verfahren fassen, sofern kein Mitglied widerspricht. Sätze 1 bis 6 gelten insoweit entsprechend. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (7).

[Bearbeiten] 2.7 Schweigepflicht/ Verschwiegenheitspflicht

Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, werden sie durch die Vorsitzenden entsprechend verpflichtet. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (8).

[Bearbeiten] 3 Aufgaben und Zuständigkeiten der Prüfungsausschüsse

[Bearbeiten] 3.1 Allgemeiner Überblick über die Zuständigkeiten der Prüfungsausschüsse

  • Überwachung der Einhaltung der bestätigten Prüfungsordnungen
  • Organisation und Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfungen
  • Berichterstattung gegenüber dem Fakultätsrat
  • Reformanregungen zu Prüfungsordnungen, Studienordnungen und der Arbeit der Prüfungsbüros
  • Widerspruchsentscheidungen gegen in Prüfungsverfahren getroffene Entscheidungen

[Bearbeiten] 3.2 Allgemeiner Überblick über die Aufgaben der Prüfungsausschüsse

  • Bestellung von Prüferinnen und Prüfern
  • Anrechnung von Prüfungsleistungen und Regelung der Anrechnung von Leistungen aus bestehenden Studiengängen (Einstufung in höhere Fachsemester)
  • Entscheidungen über die Anerkennung berufspraktischer Tätigkeiten
  • Veröffentlichung der Verteilung von Noten und Gesamtnoten (Ranglisten)
  • Verlängerung der Bearbeitungszeit von Abschlussarbeiten
  • Bewertung von Rücktrittsgründen zu eine Prüfung
  • Ausschluss von Studierenden von Prüfungen (bei Störung bzw. Täuschungsversuch)
  • Überprüfung der Bewertung von Prüfungsleistungen (bei Störung bzw. Täuschungsversuch auf Antrag)
  • Bestimmung eines Drittprüfers bei Differenzen bzw. groben Bewertungsunterschieden der Erst- und Zweitprüfer
  • Modifizierung der Bedingungen bei der Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen für Studierende in besonderen Situationen (Antrag durch betroffene Studierende erforderlich)
  • Erstellung von Formularen (z.B. Antragsformular auf Zulassung zur Prüfung)
  • Zustimmung zur Durchführung der Abschlussarbeit einer/eines Studierenden an einer anderen Hochschule bzw. an einer anderen Einrichtung
  • Verlängerung der Studiendauer bei Überschreiten der Regelstudienzeit
  • Gewährung der Einricht in die Prüfungsakte (auf Antrag)
  • Erstellung einer Leistungsübersicht bei endgültigem Nichtbestehen einer Prüfung (auf Antrag)
  • Berichtigung und Aberkennung von Prüfungsleistungen (ebenfalls eines Abschlusses) nach Feststellung einer Täuschung
  • Sorge für die ordnungsgemäße Durchführung des Auswahlverfahrens zu Master-Studiengängen und Bestellung der Auswahlkommissionen
  • Sorge für die ordnungsgemäße Durchführung der Eignungsprüfung für Master-Studiengänge und Bestellung der Auswahlkommissionen
  • Sorge für die ordnungsgemäße Durchführung von Zugangsprüfungen für Beruflich Qualifizierte, Berufung und Koordinierung der Prüfungskommissionen sowie Regelung der fachspezifischen Detailbestimmungen dieser Prüfungen

[Bearbeiten] 3.3 Allgemeiner Überblick über die Zuständigkeiten der Prüfungsausschussvorsitzenden

Alle Zuständigkeiten des Prüfungsausschusses können auf die Vorsitzenden übertragen werden. Quelle: ZSP § "Prüfungsausschüsse", Absatz (6). In begründet dringlichen Angelegenheiten entscheidet die/der Vorsitzende allein.

[Bearbeiten] 3.4 Allgemeiner Überblick über die Aufgaben der Prüfungsausschussvorsitzenden

  • Vorbereitung, Durchführung und Leitung der Prüfungsausschusssitzungen
  • Unterzeichnung der Zeugnisse und Urkunden
  • Vergabe von Themen für Abschlussarbeiten (auf Antrag)
  • Durchführung der Beschlüsse des Prüfungsausschusses

Die speziellen Aufgaben der Prüfungsausschussvorsitzenden werden in den jeweiligen Prüfungsordnungen benannt.

[Bearbeiten] 3.5 Prüferinnen und Prüfer

[Bearbeiten] 3.5.1 Bestellung

Die Bestellung der Prüferinnen und Prüfer obliegt dem zuständigen Prüfungsausschuss. Quelle: ZSP § "Bestellung der Prüferinnen und Prüfer", Absatz (4)

[Bearbeiten] 3.5.1.1 Modulabschlussprüfungen

Modulabschlussprüfungen werden nur von einer Prüferin oder einem Prüfer abgenommen. Dazu wird in der Regel die oder der Lehrende bestellt, die oder der die Lehrveranstaltungen im Modul gehalten hat, bzw. eine oder einer der Lehrenden, soweit mehrere Lehrende Lehrveranstaltungen im Modul gehalten haben. Mündliche Modulabschlussprüfungen werden von zwei Prüferinnen oder Prü-fern oder einer Prüferin oder einem Prüfer in Anwesenheit einer sachkundigen Beisitzerin oder eines sachkundigen Beisitzers abgenommen. Letzte Wiederholungsprüfungen werden abweichend von Satz 1 von zwei Prüferinnen oder Prüfern abgenommen. Als Erstprüferin oder Erstprüfer wird in der Regel die oder der Lehrende bestellt, die oder der die betreffende Lehrveranstaltung gehalten hat, bzw. eine oder einer der Lehrenden, soweit mehrere Lehrende Lehrveranstaltungen im Modul gehalten haben. Als Zweitprüferin oder Zweitprüfer wird eine Hochschullehrerin oder ein Hochschullehrer bestellt. Stehen Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer im betroffenen Fach nicht ausreichend zur Verfügung, darf auch eine andere hauptberufliche Lehrende oder ein anderer hauptberuflicher Lehrender, die oder der zu selbständiger Lehre berechtigt ist, oder eine Lehrbeauftragte oder ein Lehrbeauftragter bestellt werden. Sätze 6 und 7 gelten entsprechend, wenn nach § "Benotung und Bestehen von Prüfungen", Abs. 4 ausnahmsweise eine Drittprüferin oder ein Drittprüfer bestellt wird. Quelle: ZSP § "Bestellung der Prüferinnen und Prüfer", Absatz (1)

Richterlicher Hinweis zu § 15 (1) MAPO I

Information des Prüfungsservice der HU: März 2012

"aus gegebenem Anlass möchte ich Sie über folgenden rechtlichen Hinweis der 12. Kammer des Verwaltungsgerichtes Berlin zur Prüferbestellung informieren. § 15 (1) der Magisterprüfungsordnung der HU, Teil I Fächerübergreifende Prüfungsbestimmungen (AMB der HU Nr. 16/94, 11/97, 12/01 und 48/02) enthält zur Bestellung der Prüfer die Formulierung: "Aus der Humboldt-Universität ausgeschiedene und/oder emeritierte Prüfungsberechtigte können bis maximal zwei Jahre nach dem Ausscheiden aus der Universität als Prüfer/Prüferinnen bestellt werden." Das Verwaltungsgericht Berlin vertritt die Auffassung, dass dieser Wortlaut so auszulegen ist, dass neben ausgeschiedenen Prüfern auch emeritierte Professoren, die ggf. wegen der weiterbestehenden Rechte, Lehrveranstaltungen durchzuführen als nicht ausgeschieden betrachtet werden, nach zwei Jahren nicht mehr Prüfungen abnehmen sollen. Weiterhin wird empfohlen, dass sich nach § 23 Abs. 2 Satz 2 MAPO ("Jeder/ jede in Forschung und Lehre tätige Professor/ Professorin und Prüfungsberechtigte entsprechend BerlHG (in der jeweils gültigen Fassung) kann das Thema der Magisterarbeit stellen und die Magisterarbeit betreuen.") eine erweiternde Auslegung verbietet, weil Ausnahmevorschriften eng auszulegen sind. So bezieht sich dieser Satz ungeachtet seiner Regelungsreichweite lediglich auf den Betreuer und somit auf den Erstprüfer. Für weitere Prüferbestellungen sollte § 15 MAPO in obiger Auslegung angewendet werden." S. Pleißner

[Bearbeiten] 3.5.1.2 Abschlussarbeiten

Abschlussarbeiten werden von zwei Prüferinnen oder Prüfern bewertet. Als Erstprüferin oder Erstprüfer wird in der Regel die Person bestellt, die oder der gemäß § "Abschlussarbeit" das Thema der Arbeit gestellt und die Arbeit betreut hat. Mindestens eine oder einer der Prüferinnen oder Prüfer nach Satz 1 muss eine Hochschullehrerin oder ein Hochschullehrer sein. Für die Bestellung der Zweitprüferin oder des Zweitprüfers und die ausnahmsweise Bestellung einer Drittprüferin oder eines Drittprüfers gilt Abs. 1 Satz 6 bis 8 entsprechend. Quelle: ZSP § "Bestellung der Prüferinnen und Prüfer", Absatz (2)

[Bearbeiten] 3.5.1.3 Berufliche Praxis/ Ausbildung

In der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen können auch dann zu Prüferinnen oder Prüfern bestellt werden, wenn sie keine Lehre ausüben. ZSP § "Bestellung der Prüferinnen und Prüfer", Absatz (3)

[Bearbeiten] 3.5.2 Anrechnung von Prüfungsleistungen und Regelung der Anrechnung von Leistungen aus bestehenden Studiengängen (Einstufung in höhere Fachsemester)

Vergleichbare Studienleistungen in anderen Studiengängen, an anderen deutschen oder ausländischen Hochschulen, an einer anerkannten Fernstudieneinheit oder in einem früheren Studium sind auf die in den Ordnungen vorgesehenen Studien- oder Prüfungsleistungen anzurechnen. In der Prüfungsordnung vorgesehene Kompetenzen, die außerhalb der Hochschulen erworben worden sind, sind bis zur Hälfte der für den Studiengang vorgesehenen Leistungspunkte anzurechnen. Leistungen und Kompetenzen nach den Sätzen 1 und 2 dürfen nur einmal angerechnet werden. Die Hochschule, an der ein Studium aufgenommen oder fortgesetzt wird, entscheidet über die angemessene Anrechnung nach Absatz 1. Die Entscheidung trifft der zuständige Prüfungsausschuss der Hochschule, in Studiengängen, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen werden, das zuständige Prüfungsamt, soweit nicht die Prüfungsordnung eine pauschalierte Anrechnung oder eine andere Zuständigkeit vorsieht. Quelle: BerlHG §23a, Absatz (1)(2)

In einer besonderen Hochschulprüfung (Einstufungsprüfung) können Studienbewerber oder Studienbewerberinnen mit Hochschulzugangsberechtigung nachweisen, dass sie über Kompetenzen verfügen, die eine Einstufung in ein höheres Fachsemester rechtfertigen. Das Nähere bestimmt die Prüfungsordnung oder die Rahmenstudien- und -prüfungsordnung (ZSP-HU). Quelle: BerlHG §23a, Absatz (3)(4)

[Bearbeiten] 3.5.3 Entscheidungen über die Anerkennung berufspraktischer Tätigkeiten

Dient der Umsetzung BerlHG §10, Absatz (5): "Die Hochschulen regeln in der Zugangssatzung, in welchen Studiengängen über die Hochschulzugangsberechtigung hinaus zusätzliche Eignungs- und Qualifikationsvoraussetzungen gefordert werden und wie diese nachzuweisen sind. Zugangsvoraussetzung für Masterstudiengänge ist der berufsqualifizierende Abschluss eines Hochschulstudiums, bei weiterbildenden Masterstudiengängen zusätzlich eine daran anschließende qualifizierte berufspraktische Erfahrung von in der Regel nicht unter einem Jahr; darüber hinausgehende Eignungs- und Qualifikationsvoraussetzungen dürfen nur für Studiengänge nach § 23 Absatz 3 Nummer 1 Buchstabe a gefordert werden und nur dann, wenn sie wegen spezieller fachlicher Anforderungen des jeweiligen Masterstudiengangs nachweislich erforderlich sind. Die Bestätigung der Satzung erstreckt sich neben der Rechtmäßigkeit auch auf die Zweckmäßigkeit."

 

[Bearbeiten] 3.5.4 Bestimmung eines Drittprüfers bei Differenzen bzw. groben Bewertungsunterschieden der Erst- und Zweitprüfer

In der Regel ist die Bestimmung eines Drittprüfers erforderlich, sobald sich die Bewertungen der Erst- und der Zweitprüfer um mindestens zwei ganze Noten unterscheiden. Zu beachten ist, dass es sich dabei um einen ganzzahligen Unterschied handeln muss und nicht um eine Prädikatsnote.

Beispiel 1: Erstprüfer bewertet mit 2.0, der Zweitprüfer mit 3.7. Das ergibt eine Differenz von 1.7. Es muss kein Drittprüfer bestellt werden.

Beispiel 2: Erstprüfer bewertet mit 2.0, der Zweitprüfer mit 4.0. Das ergibt eine Differenz von 2.0. Es muss ein Drittprüfer bestellt werden.


Abweichend davon kann bei Abschlussarbeiten bereits ab einer Differenz von 1.0 auf Antrag des Geprüften ein Drittprüfer bestimmt werden. Grundlage: wird in den fachspezifischen Ordnungen festgelegt.

[Bearbeiten] 4 Sonstiges

[Bearbeiten] 4.1 Gebühren

[Bearbeiten] 4.1.1 Zweitausfertigungen

[Bearbeiten] 4.1.1.1 Mitteilung Verfahrensänderung

Verfahrensänderung bei der Ausfertigung von Zweitschriften von Abschlussdokumenten. PDF Annahmeanordnung

[Bearbeiten] 4.1.1.2 Beispiele

zwei Rechenbeispiele für die Festsetzung der Gebühren nachreichen möchte. Für einen aktuellen Fall, in dem ebenfalls DS und Transcript verloren gegangen sind, noch der Hinweis auf Ziffer 4895 b. der VGebO "Studien-, Immatrikulations- oder Exmatrikulationsbescheinigung, Studiendokumentation, Studienbuch u.Ä., je angefangene Seite 6,14 € höchstens 61,36 €". Heißt, die Dokumente zur Studiendokumentation wie Diploma Supplement und dessen Anhänge, z.B. ToR/ Leistungsübersichten, werden aufgrund ihres inhaltlichen Charakters mit 6,14 € je Seite berechnet.

Rechenbeispiel 1

Es wird die Zweitschrift eines Zeugnisses (deutsch) beantragt. Dieses Zeugnis wird in der Regel auf A3 Papier ausgedruckt. Es besteht aus 2 unveränderlichen A4-Umschlagseiten, für die nichts berechnet wird. Für die Innenseiten werden 2 mal 12,50 € Gebühren fällig. Die Ausstellung des neuen Zeugnisses kostet also 25,00 €.

Rechenbeispiel 2

Eine Absolventin hat Urkunde, Zeugnis und DS verloren. Sie benötigt den kompletten Satz neu in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung. Die hier herangezogenen Seitenzahlen sind fallbezogen und beispielhaft. Dafür würden die folgenden Gebühren anfallen:

  • Urkunde -deutsch- 1 Seite: 12,50 €
  • Urkunde -engl. Übersetzung- 1 Seite: incl. (Erklärung DS)
  • Zeugnis -deutsch- 2 Seiten: 25,00 €
  • Zeugnis -engl. Übersetzung- 2 Seiten: incl. (Erklärung DS)
  • Diploma Supplement:

Das DS besteht in diesem Fall aus 6 Seiten in deutscher Sprache und 6 Seiten englischer Übersetzung. Die Leistungsübersichten (hier 2 Seiten deutsch, 2 Seiten englisch) sind als Anlage ebenfalls Teil des DS, weshalb sie in derselben Berechnung berücksichtigt werden müssen. Deutsche Übersichten und englische Übersetzungen müssen ebenfalls als gemeinsames Dokument betrachtet werden, da zum einen beide Teile gemeinsam erstellt werden und die englischen Übersetzungen einzeln verwendet nicht gültig sind. Da nach Ziffer 4895 b.) die Studiendokumentationen mit 61,36 € gedeckelt sind, sind in diesem Fall für 16 Seiten DS anstatt 98,24 € auch nur 61,36 € anzusetzen.

Für die Zweitausfertigung aller Dokumente müssen Sie also eine Gebühr von 98,86 € verlangen.

[Bearbeiten] 4.2 Unterschriftsbefugnisse