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Bekanntmachung des BMBF: Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen für den Forschungsschwerpunkt "Handwerk 4.0: digital und innovativ" im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungs-Programms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit"

Bewerbung bis zum 4. Mai 2020 möglich

Förderziel und Zuwendungszweck

Die Digitalisierung verändert Produktions- und Wertschöpfungsprozesse, Berufsbilder und Arbeitsplätze grundlegend. Die Gesellschaft allgemein und die Wirtschaft im Besonderen sind gefordert, die Chancen der Digitalisierung zu ­nutzen, um Qualität und Produktivität zu steigern und gleichzeitig Wege für eine nachhaltige Wertschöpfungsorganisation und -gestaltung zu entwickeln. Mit diesem Ziel müssen Digitalisierungskonzepte sowie Umsetzungsstrategien erdacht und vollzogen werden, die die Anwendung neuer Technologien, vorhandene Stärken und Strukturen sowie die Bedürfnisse der Menschen gleichermaßen berücksichtigen. [...]

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die Entwicklung maßgeschneiderter, innovativer und digitaler Technologien im Handwerk voranzutreiben. Die Handwerksunternehmen sollen in die Lage versetzt werden, neuartige oder signifikant verbesserte Handwerksleistungen anbieten und erbringen zu können oder ihre Dienstleistungen deutlich effizienter und nachhaltiger als bisher erbringen zu können. Damit sollen Arbeitsplätze im deutschen Handwerk langfristig gesichert bzw. neue Arbeitsplätze generiert werden. Grundlegend ist dabei, dass auch unter veränderten technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen Grundsätze für gute Arbeit bestehen bleiben.

 

Gegenstand der Förderung

Das BMBF fördert mit dem Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ kooperative vorwettbewerbliche Forschungsvorhaben zur Stärkung von Produktion und Dienstleistung in Deutschland. Dadurch sollen Produktions- und Dienstleistungsprozesse effizient weiterentwickelt werden. Neue, durch die Digitalisierung getriebene Formen der Wertschöpfung, sind dabei ein wesentlicher Aspekt. Sie eröffnen häufig in Verbindung mit neuen Geschäftsmodellen neue Marktchancen.

Gefördert werden nach dieser Richtlinie risikoreiche, unternehmensgetriebene und anwendungsorientierte Verbundprojekte, die in einer vorwettbewerblichen Zusammenarbeit ein arbeitsteiliges und interdisziplinäres Zusammenwirken von Handwerksunternehmen, Technologieausrüstern, Dienstleistern, Forschungspartnern und gegebenenfalls weiteren relevanten Akteuren, z. B. aus Kreativwirtschaft oder Maker-Szene, erfordern.

Die angestrebten Lösungen müssen mit ihrer Innovation deutlich über den derzeitigen Stand der Technik hinausgehen und sollen neuartige oder signifikant verbesserte Handwerks-Dienstleistungen ermöglichen, die wirtschaftlich, nachhaltig und effizient erbracht werden können. Die Komplexität der Lösungen soll an die Erfordernisse typischer Handwerksbetriebe angepasst sein. Dabei soll mindestens einer der folgenden drei Themenbereiche adressiert werden:

  1. Innovative Werkzeuge
  2. Neugestaltete Kundenbeziehungen, Geschäfts- und Plattformmodelle
  3. Digitalisierung von Wertschöpfungsketten

 

Der zentral adressierte Themenbereich muss in der Projektskizze eindeutig benannt werden.

Die Projektpartner sollen dabei den erforderlichen Wandel aktiv mitgestalten und neben den technologischen Aspekten auch notwendige Aspekte der Arbeitsgestaltung und -organisation berücksichtigen. In den geförderten Projekten sollen konkrete Lösungen „aus dem Handwerk für das Handwerk“ entwickelt und exemplarisch in den Unternehmen umgesetzt und validiert werden. Der Übertragbarkeit der gefundenen Lösungen auf andere Unternehmen des Handwerks und den damit verbundenen Transferaktivitäten bezüglich der Ergebnisse kommt dabei eine wesentliche Bedeutung zu.

Die Bereitschaft, die gefundenen Lösungen im Sinne von „Best-Practice“ oder „Living Labs“ aktiv zu verbreiten und anderen interessierten Unternehmen zugänglich zu machen, kommt im Sinne einer Ergebnisverbreitung und im Hinblick auf das Verwertungskonzept eine hohe Bedeutung zu.

Die Gestaltung des Wandels im Zuge der Einführung neuer (digitaler) Technologien erfordert häufig Veränderungen im Bereich Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung, Qualifikation oder gesundheitlicher Prävention. Diese Aspekte sind in das Verbundprojekt zu integrieren.

 

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind

  1. Unternehmen (insbesondere KMU)
  2. staatliche und nichtstaatliche Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen)
  3. außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  4. sonstige Institutionen, soweit sie Forschungsbeiträge liefern

Kammern, Innungen, Sozialpartnern und Verbänden kommt darüber hinaus beim Transfer eine wichtige Rolle zu. Ihre Beteiligung als ungeförderte Partner ist für den Ergebnistransfer ausdrücklich erwünscht.

Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient in Deutschland verlangt. [...]

 

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind grundsätzlich die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % gefördert werden können.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.