Doping oder nicht?

Leistungssteigerung bei Jugendlichen steht zur Diskussion in einer internationalen Tagung



„Alltagsdoping“, „Doping am Arbeitsplatz“ oder „Hirndoping“ – die
Bedeutung des Begriffes „Doping“ hat in den letzten Jahren eine
bemerkenswerte Erweiterung erfahren. Im Zusammenhang mit Kindern und
Jugendlichen wird Doping aber mittlerweile nicht nur in Sport- und
Freizeitkultur, sondern auch beim Missbrauch eigentlich therapeutisch
gedachter psychoaktiver Substanzen wie Ritalin erwähnt.

 

Doping oder nicht? Über leistungssteigernde Substanzen im Sport und in
der Therapie bei Kindern und Jugendlichen diskutieren Wissenschaftler
aus Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland im Rahmen
der internationalen Tagung „Science“ des durch das vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten
Verbundprojekts „Translating Doping – Doping übersetzen“  an der
Humboldt-Universität.










Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt zwischen dem
sportwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und
dem Institut für Philosophie- und Wissenschaftstheorie der Technischen
Universität Berlin wird im Rahmen des BMBF-Programms „Die
Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften“ gefördert und treibt
die Erforschung erweiterter Dopingpraxen sowie neue Entwicklungen der
Dopingkontrollen voran.



Neben der zunehmenden Medikation bei Hyperaktivität von Kindern und
Jugendlichen und deren problematischer therapeutischer und
nichttherapeutischer Medikation mit psychoaktiven Substanzen werden die
Teilnehmer der Tagung auch strafrechtliche Aspekte des
Arzneimittelgesetzes, beispielsweise beim Gen-Doping, erschließen.
Prof. Dr. Carsten Lundby (Center for Integrative Human Physiology der
Universität Zürich) spricht über neue Aspekte zur EPO-Verwendung. Dr.
Patrick Diel (Deutsche Sporthochschule Köln, Zentrum für präventive
Dopingforschung) diskutiert zukünftige und blutbasierte
Dopingnachweismethoden.



Als Zwischenergebnis werden die Verbundpartner im Frühjahr 2010 unter
Federführung der Humboldt-Universität ein „Vademecum Anti-Doping“
vorlegen, das die aktuellen rechtlichen Grundlagen und das
naturwissenschaftliche Wissen über Doping bündelt.



Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Anmeldungen
unter:

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WEITERE INFORMATIONEN


Prof. Dr. Elk Franke

Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Sportwissenschaft

Philippstr. 13, Haus 11 (Campus Nord)

10115 Berlin

Mail: Elk.Franke☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜rz.hu-berlin☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de


Tel: 030 2093- 46028