Voltaire-Preis 2026 geht an Dr. Haci Cevik

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Forschung
Dr. Haci Cevik, Einstein-Fellow an der Humboldt-Universität zu Berlin, erhält den Voltaire-Preis 2026 der Universität Potsdam für sein engagiertes Eintreten für Wissenschaftsfreiheit, gesellschaftlichen Dialog und freie Meinungsäußerung.

Dr. Haci Cevik erhält den Voltaire-Preis der Universität Potsdam für sein engagiertes Eintreten für Wissenschaftsfreiheit, gesellschaftlichen Dialog und freie Meinungsäußerung. Der Politikwissenschaftler, derzeit Einstein-Fellow am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin, forscht zu ethnischer Politik, Migration, Identität und Zugehörigkeit und macht dabei marginalisierte Perspektiven sichtbar, insbesondere kurdische und syrische Communities. Seine Arbeiten stellen dominante Narrative infrage und haben ihn zu einer prägenden Stimme in Debatten über Nationalismus, Ethnopolitik und Zwangsmigration gemacht. Besonders gewürdigt wird sein Mut, diese Themen auch in einem politisch repressiven Kontext wie der Türkei öffentlich zu vertreten. Ceviks Wirken verbinde wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung und stärke demokratische Werte, so Prof. Dr. Aileen Edele, Direktorin des BIM, in ihrer Laudatio.

Mit dem Voltaire-Preis für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz ehrt die Universität Potsdam bereits zum zehnten Mal eine Persönlichkeit aus der Wissenschaft, die sich in besonderer Weise für den gesellschaftlichen Dialog, die Freiheit von Forschung und Lehre sowie für das Recht auf freie Meinungsäußerung einsetzt. Der von der Friede Springer Stiftung finanzierte und mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde im festlichen Rahmen des Neujahrsempfangs der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee übergeben.