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Zsuzsanna Heiner: Role model für Naturwissenschaftlerinnen

HU-Wissenschaftlerin erhält renommierte Auszeichnung der GDCh im Bereich der analytischen Spektroskopie

Im Video stellt sie sich und ihre Forschungsfragen vor.

Dr. Zsuzsanna Heiner ist Julia-Lermontova-Fellow der School of Analytical Sciences Adlershof (SALSA) und entwickelt seit 2015 als Nachwuchsgruppenleiterin im Photonics Application Lab der Graduiertenschule in Berlin-Adlershof neue Ansätze in der Schwingungsspektroskopie an Grenzflächen, insbesondere von organischen und Biomolekülen. Schwingungen von Molekülen wie Proteinen oder Membranlipiden liefern uns wesentliche Erkenntnisse über deren Struktur. Für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Schwingungsspektroskopie an bioorganischen Molekülen auf Ober-und Grenzflächen verlieh die Gesellschaft Deutscher Chemiker der jungen Physikerin auf der Analytica-Konferenz in München nun den renommierten Bunsen-Kirchhoff-Preis.

In ihrer Forschung beschäftigt sich Dr. Zsuzsanna Heiner mit der Summenfrequenzspektroskopie bei hohen Wiederholfrequenzen, welche auf diese Weise noch nicht betrieben wird, weil bisher kaum passende, unkompliziert zu betreibende Laserquellen vorhanden sind. Als Expertin auf dem Gebiet der Verwendung kurzer Laserpulse für die Spektroskopie an biologischen Molekülen hat sie erstmalig gezeigt, dass es möglich ist, diese Art der Schwingungsspektroskopie kostengünstig, extrem vielseitig und mit vergleichsweise geringem experimentellen Aufwand zu betreiben. Dr. Zsuzsanna Heiner konnte insbesondere nachweisen, dass dabei nicht nur Signale erheblich verbessert werden, sondern auch weniger Schädigung an Biomolekülen auftritt, sodass diese dann mit den kurzen Laserpulsen untersucht werden können (Yesudas et al. J Chem Phys 2018, 148, 104702). Damit eröffnen sich völlig neue, komplementäre Zugänge zur Charakterisierung von Molekülen auf Oberflächen, mit Anwendungspotenzial beispielsweise in der Untersuchung von Nano-Bio-Wechselwirkungen, der Charakterisierung von Membranen, künstlichen Grenzflächen und Hybridmaterialien.

Als überaus vielseitige Experimentatorin und Dozentin, mit Hintergrund in experimenteller Optik, Laserspektroskopie und Biophysik, beschreitet sie seit mehreren Jahren nun sehr erfolgreich neue Wege in der analytischen Spektroskopie. Neben ihrer fachlichen Vielseitigkeit - eine Ausbildung zur Lehrerin war begleitet von der Entdeckung von 13 Himmelskörpern und einer Promotion in Biophysik, zudem der Geburt zweier Kinder - engagiert sich Dr. Zsuzsanna Heiner erfolgreich als Gutachterin, Mitorganisatorin von Konferenzen und Herausgeberin von Fachbänden. In Ungarn absolvierte sie einen Master in Physik, einen Master in Astronomie und die Promotion. Ihr nächstes Ziel ist die Habilitation hier in Deutschland.

 

Zsuzsanna Heiner
Foto: HU

Für viele Doktorandinnen der Graduiertenschule SALSA, wo sie sich aktiv in der Lehre in einem fächerübergreifenden Curriculum in den Analytical Sciences einbringt und selber Promovierende betreut, ist Dr. Zsuzsanna Heiner deshalb ein wichtiges Rollenmodell. Ihr selbst ist die Förderung junger Naturwissenschaftlerinnen ein großes Anliegen – so gab sie erst unlängst in Zusammenarbeit mit dem WiNS, einem HU-Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen in den Naturwissenschaften, Masterstudentinnen und Doktorandinnen einen Einblick in ihre Arbeit und ihren bisherigen Karriereweg.

 

 

 

 

 

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