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Sprachkompetenzen fördern – Vorbereitung für angehende Lehrer

HU richtet als erste Berliner Hochschule fachübergreifende Professur für Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerausbildung ein
Prof. Dr. Beate Lütke

Prof. Dr. Beate Lütke
Abb.: Hans-Christian Plambeck

Prof. Dr. Beate Lütke hat am Institut für deutsche Sprache und Linguistik und an der Professional School of Education die neue Professur Didaktik der deutschen Sprache und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) angenommen. Die Professur ist mit sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgestattet.

„Die gerade veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie weisen erneut darauf hin, dass wir Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien in der Schule spezifisch beim Aufbau sprachlicher Kompetenzen unterstützen müssen“, sagt Lütke. „Um ihnen und auch neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen Erfolge in unserem Bildungssystem zu ermöglichen, müssen Sprachbildung und -förderung systematisch in alle Schulformen und in jeden Fachunterricht integriert werden.“

Deshalb will die Pädagogin mit ihrer Professur Lehramtsstudierende auf die gezielte und systematische Unterstützung sprachlicher Entwicklungsprozesse im Fachunterricht vorbereiten: Sie sollen im Studium lernen, wie sie Schülerinnen und Schüler mit geringen Sprachkompetenzen fachlich und sprachbildend unterrichten können. Ziel der Forschung und Lehre zu fachintegrierter Sprachbildung und Deutsch als Zweitsprache ist es unter anderem, den zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern theoretische Hintergründe und Methoden an die Hand zu geben, wie sprachbildender Fachunterricht in heterogenen Lerngruppen gelingen kann.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die hervorragende Arbeit der letzten Jahre im Bereich Deutsch als Zweitsprache an der HU mit der Einrichtung der Professur und der Berufung von Prof. Beate Lütke weiter zu stärken und zu erweitern“, erklärt Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der HU. „Beate Lütke steht für eine umfassende, differenzierte und kompetente Qualifikation von Lehramtsstudierenden im gesamten Feld der Sprachbildung. Damit kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, den vielfältigen Anforderungen an die Lehrkräftebildung gerecht zu werden. Ich danke der Philosophischen Fakultät II und der Professional School of Education, die in enger Kooperation diese Doppeldenomination und -anbindung ermöglicht haben.“

Beate Lütke ist Expertin für die Vermittlung der deutschen Sprache an Grund- und weiterführenden Schulen. Seit ihrem Staatsexamen hat sie zur Sprachkompetenz von mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern geforscht. Nach zehn Jahren als Lehrkraft im Arbeitsgebiet der Fachdidaktik Deutsch am Institut für deutsche Literatur ist sie an das Institut für deutsche Sprache und Linguistik und die Professional School of Education der HU gewechselt. 2014 hat die Pädagogin die Gesamtleitung des Berliner Drittmittelprojekts „Sprachen – Bilden – Chancen: Innovationen für das Berliner Lehramt“ übernommen, das unter anderem DaZ-Lehrveranstaltungen empirisch ausgewertet und weiterentwickelt.

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. Beate Lütke
Institut für deutsche Literatur

Tel: (030) 2093-9795
beate.luetke@staff.hu-berlin.de

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