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Ringvorlesungen Wintersemester 2019/2020

An der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) werden im Wintersemester 2019/20 erneut öffentliche Ringvorlesungen angeboten. Die Vorlesungsreihen widmen sich jeweils einem Oberthema, welches die Dozentinnen und Dozenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Theorie- oder Praxisansätzen behandeln.

Mein liebstes Sachbuch. Selbstauskünfte über prägende Lektüren

Montags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.101
Dorotheenstraße 24 (DOR 24)
Philisophische Fakultät

Vielleicht lag das Buch über die Graugänse von Konrad Lorenz auf dem Geburtstagstisch oder es war Cerams „Götter, Gräber und Gelehrte“ im Regal der Eltern, das die jugendliche Aufmerksamkeit erregte. Vielleicht war es aber auch erst viel später, im ersten Semester, dass Marc Blochs „Apologie der Geschichte“ elektrisierte oder Michel Foucaults „Überwachen und Strafen“. Welches Sachbuch – verstanden als im weitesten Sinne Wissenschaftsprosa – auch immer zu Beginn des Interesses für Welt und Geschichte aufgetaucht ist, das Buch ist es wert vorgestellt zu werden.

Die Vorlesung widmet sich den entscheidenden biographischen Lektüren der Lehrenden am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Nicht Selbstbespiegelung soll damit erreicht werden als vielmehr den Beginn einer Faszination oder einer Entscheidung genauer in den Blick zu nehmen und dafür ein geeignetes Vokabular zu finden. Welche Bücher waren ausschlaggebend, um das Interesse für Politik und Gesellschaft, für Geschichte und Ökonomie, aber auch für Körper und Hexen, religiöse Rituale und institutionelle Infrastrukturen zu wecken? Im besten Fall entwickelt sich im Laufe des Semesters eine kleine Soziographie des Instituts für Geschichtswissenschaften, bestehend aus zahlreichen Weberschen Berufungen, die doch so ernst gemeint sind, dass sie sich zugleich selbst aufs Korn nehmen können.

Soweit nicht anders angegeben sind die Vortragenden Professorinnen und Professoren des Instituts für Geschichtswissenschaften.

Organisation: Dr. Benjamin Conrad, Studienkoordinator des IfG, ifg-koordination(at)hu-berlin.de in Zusammenarbeit mit den Studentischen Hilfskräften des Instituts.

 

Aktuelle Trends und Methoden der Kognitions- und Neurowissenschaft

Montags, 15:00 bis 17:00 Uhr, Wolfgang Köhler-Haus - 3.208
Rudower Chaussee 18
Lebenswissenschaftliche Fakultät

In die Ringvorlesung werden Gäste eingeladen, die ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu unterschiedlichen kognitions- und neurowissenschaftlichen Themen vorstellen. Ziel ist die Darstellung und Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen und aktuellen Forschungsthemen aus dem gesamten Bereich der Kognitionswissenschaft.

 

Der Grüne Faden - ein integrierter Blick auf Nachhaltigkeit

Donnerstags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Dorotheenstraße 26, Raum 208
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

In Zeiten globaler ökologischer und gesellschaftlicher Krisen und derer komplexen Wechselwirkungen ist das Schlagwort Nachhaltigkeit in aller Munde. Doch was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Was können wir zum aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs beisteuern und wie können wir jetzt für uns unser Leben und für kommende Generationen die Zukunft positiv gestalten?

Als verpflichtender Kernbestandteil des neuen Studium Oecologicum an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) vermittelt diese Ringvorlesung kritische Einblicke in die Grundlagen des Themenkomplexes Nachhaltigkeit und fördert die Kompetenz zum nachhaltigen Handeln. Präsentationen von Forschenden der HU, Gastvorträge und Menschen aus der Praxis geben einen umfassenden und differenzierten Einblick in die Themengebiete Umweltpolitik, Ökologie, soziale Nachhaltigkeit, nachhaltiges Wirtschaften sowie einen Transfer zum nachhaltigen Handeln im Alltag.

Wir möchten dazu anregen, Zusammenhänge aufzudecken, um Barrieren einer nachhaltigen Entwicklung zu erkennen und Ideen zu entwickeln, um die Barrieren zu überwinden. Die Ringvorlesung wird jedes Semester für Studierende aller Fachrichtungen und andere Interessierte angeboten. Das Programm umfasst auch im Wintersemester 2019/2020 Perspektiven und Wissen aus verschiedenen Fachbereichen und richtet sich sowohl an alle Menschen, für die das Format neu ist, als auch an diejenigen, die bereits eine vorhergegangene Ringvorlesung besucht haben. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass die Modulabschlussprüfung und der Erwerb von Bonuspunkten im Überfachlichen Wahlpflichtbereich zur einmalig möglich ist!

 

Bildtheorie

Mittwochs, 18:00 bis 20 Uhr (14tgl.), Universitäts-Hauptgebäude - 3075
Unter den Linden 6
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät

16.10.2019, Prof. Dr. Claudia Blümle

30.10.2019, Prof. Dr. Eva Ehninger

13.11.2019, Prof. Dr. Wolfram Pichler (Universität Wien)

20.11.2019, Prof. Dr. Julia Bryan-Wilson (University of California, Berkeley)

11.12.2019, PD Dr. Annette Dorgerloh

08.01.2020, Prof. Dr. Susanne von Falkenhausen

22.01.2020, Prof. Dr. Horst Bredekamp

05.02.2020, Prof. Dr. Markus Klammer (Universität Basel)

12.02.2020, Prof. Dr. Kai Kappel

Detailliertes Programm folgt.

 

Die doppelte Verwertung. Vom Verschwinden des Unbewussten aus dem Wissen der Disziplinen

Mittwochs, 18:00 bis 20:00 Uhr

Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät

Die Geschichte des Unbewussten ist seit seiner „Entdeckung“ um 1800 eine umkämpfte Geschichte. Schon die Frage, ob es entdeckt oder erfunden wurde, ist letztlich unbeantwortbar. Das Unbewusste war zudem immer auch das Unbewiesene und selbst jene, die von seiner Existenz überzeugt sind, sind sich uneinig, was das Unbewusste genau ist und wie es wirkt.
Die Vorträge der Ringvorlesung gehen vor diesem Hintergrund aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach dem Status des Unbewussten in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen nach. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass insbesondere in den an Zahlen, Metrisierung und Standardisierung orientierten Disziplinen eine Verdrängung des Unbewussten stattfindet, die so auch das Unverfügbare weg rationalisiert. Was aber passiert, wenn Standardisierung und Ökonomisierung menschlicher Belange voran getrieben wird und die Räume für Träume und Utopien – und damit auch die der politischen Kämpfe für andere Gesellschaftsordnungen – in geordnete Bahnen der Effizienz und Output-Orientierung gelenkt werden? Verschwinden mit dem Unbewussten dann auch die Möglichkeiten, sich der Rationalisierung zu entziehen und neues zu ermöglichen? Und wie können wir diese Fragen nicht gegen, sondern mit Hilfe neuer Technologien artikulieren?
An diesen Diskussionen dran zu bleiben, ist daher auch eine Aufforderung, das vermeintlich nicht Vermessbare und Kategorisierbare immer wieder ins Labor, die Wissensproduktionsstätten und in die Interpretationen einer scheinbar bis ins kleinste Detail verwalteten und Zukunft über Risikoberechnungen vorhersagbaren Weltanschauung hineinzutragen. "
Die Ringvorlesung wird vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin angeboten und findet an der TU statt.

Bitte informieren Sie sich über die Raumzuordnungen auf der Homepage des ZIFGs.

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