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Humboldt-Universität zu Berlin

Elisabeth Schiemann

15.8.1881 - 3.1.1972

Elisabeth Schiemann

Genetikerin und Professorin


1881

Elisabeth Schiemann wird in Fellin (Livland) in eine Professorenfamilie geboren.

1906

Studium – zunächst als Gasthörerin, ab 1908 als reguläre Studentin – der Naturwissenschaften, insbesondere Biologie (Botanik und Zoologie) an der Berliner Universität.

1912

Promotion an der Berliner Universität bei Erwin Baur mit der Arbeit „Mutationen bei Aspergillus niger van Tieghem“

1914

Sie wird Assistentin, später Oberassistentin am Institut für Vererbungswissenschaften der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin.

1924

Sie habilitiert an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin.

1931

Elisabeth Schiemann wird außerordentliche Professorin an der Landwirtschaftlichen Hochschule und forscht am Botanischen Museum der Universität Berlin. Sie habilitiert unter Befreiung aller Habilitationsleistungen im Fach Botanik an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität.

1935

Sie ist Privatdozentin an der Philosophischen Fakultät und außerordentliche Professorin an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität.

1939

Wegen ihrer Kritik am NS-Regime und der Hilfe für Verfolgte wird ihr die Umwandlung der außerordentlichen in die außerplanmäßige Professur durch den Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Ludwig Bieberbach, und den NS-Dozentenführer Friedrich Holtz verweigert.

1940

Ihr wird die „Lehrbefugnis entzogen“. Dank der Unterstützung einiger Kollegen kann sie mit Hilfe von Stipendien als wissenschaftlicher Gast im Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie arbeiten.

1943

Elisabeth Schiemann wird Abteilungsleiterin im Kaiser-Wilhelm-Institut für Kulturpflanzenforschung.

1946

Bis 1949 Professorin mit vollem Lehrauftrag an der Berliner Universität.

1953

Elisabeth Schiemann wird Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.

1959

Als einzige Frau unter 18 Wissenschaftlern erhält sie die Darwin-Plakette der Leopoldina, deren Mitglied sie seit 1956 ist.

1972

Elisabeth Schiemann stirbt in Berlin.