Am 30. Januar 2026 beehrte Koen Lenaerts, der Präsident des Europäischen Gerichtshofes, das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Die Rede trug den Titel: „Citizenship in Motion: Striking the balance between Union and Nation”.
Lenaerts widmete seine Rede der Frage, wie die Werte der Union mit den Werten und der Autonomie der einzelnen Mitgliedsstaaten interagieren. Dabei ging er besonders auf die Beziehung zwischen europäischer und nationaler Staatsbürgerschaft ein, wobei seine Beobachtungen immer im Lichte der Rechtsprechung des EuGH zu sehen waren. Er teilte seine Rede in folgende fünf Blöcke: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Solidarität, das Zusammenspiel von Erhalt und Verlust von Nationalität sowie die vom EuGH in der Rechtsprechung zur EU Staatsbürgerschaft entwickelte Vorgehensweise. Lenaerts endete mit einem kurzen Fazit.
Im Anschluss an die Rede gab es noch die Möglichkeit mit dem Präsidenten in Austausch zu treten und ihm Fragen zu stellen.
Koen Lenaerts, Präsident des Europäischen Gerichtshofes
“In further shaping the EU citizenship, it is worth emphazising that the Court of Justice acknowledges both the need to consider the degree of consensus among the Member States and the importance of safeguarding national identity […]”

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