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Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Stefan Roggan

Der 31-jährige Preisträger Dr. Stefan Roggan hat in seiner bei Prof. Dr. Christian Limberg entstandenen Arbeit „Heterodinukleare Molybdän/Bismut-Organyle – Von Bananenbindungen zu Oberflächenmodellen“ Molybdän-Bismut-Komplexe im Labor synthetisiert und chemisch charakterisiert. Diese Verbindungen sind zum einen von zunehmender Bedeutung für die Entwicklung neuer Materialien für elektri­sche Bauelemente. Auf der anderen Seite werden Molybdän-Bismut-Oxide schon länger als Katalysatoren bei großindustriellen Prozessen zur Herstellung von Wert­stoffen eingesetzt, beispielsweise im SOHIO-Verfahren zur Produktion von Acrylnitril – einem Ausgangsstoff für zahlreiche Kunststoffe. Die von Stefan Roggan synthetisierten Molybdän-Oxo-Bismut-Komplexe können als Modelle für die entscheidenden Oberflächenstrukturen der SOHIO-Katalysa­toren betrachtet werden. Nutzen bringt die Arbeit des ausgezeichneten Chemikers auch für die Materialwissenschaft: Sie zeigt, dass seine Verbindungen auch als Ein­komponenten-Vorstufen zur Herstellung von Bismutmolybdat-Nanopartikeln eingesetzt werden können.