Aleksander Brückner (1856–1939) war einer der bekanntesten Erforscher der polnischen Literatur und Kultur des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Seine lange akademische Karriere begann mit dem Studium an der Lemberger Universität und setzte sich fort über Leipzig, Berlin und Wien bis hin zu seiner langjährigen Professur (1881-1924) an der Berliner Universität. Hier schuf Brückner auf Polnisch und Deutsch den Großteil seiner wissenschaftlichen Werke zur Slawistik und zur altpolnischen Kulturgeschichte, zur Etymologie, zu anderen slawischen Völkern und Sprachen und zum Litauischen.
Die internationale Tagung soll zur wissenschaftlich-kritischen Reflexion von Brückners Werken im Kontext ihrer Entstehungszeit einladen. Expert:innen auf den genannten Gebieten werden ihre Forschungsergebnisse und ihre modernen Perspektiven auf Themen, die einst schon Aleksander Brückner beschäftigten, präsentieren. Ziel der Konferenz ist auch eine gemeinsame Diskussion über den aktuellen Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten einer weit gefassten Polonistik und Slawistik.
Termine
Ausstellung und Ehrentafel in der Humboldt-Universität
Das Institut für Slawistik und Hungarologie der HU veranstaltet weitere Veranstaltungen der Brückner-Reihe. Im Lichthof der Humboldt-Universität wird es eine Ausstellung mit dem Titel „Brückner. Das wiedergewonnene Mittelalter“ („Brückner. Średniowiecze odzyskane“) gezeigt, die von der Nationalbibliothek in Warschau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität, dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften mit Unterstützung der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung" vorbereitet wird.
Ort: Humboldt Universität zu Berlin, Lichthof. Zeitraum: 11. Dezember 2023 bis 5. Januar 2024.
Am 11. Dezember 2023 wird auch die Ehrentafel von Prof. Aleksander Brückner als Teil der Porträt-Ausstellung im oberen Foyer des Hauptgebäudes der Humboldt- Universität zu Berlin feierlich präsentiert.
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