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Abb.: Philipp Plum

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Dissertationspreis Adlershof 2019 verliehen

Dr. Hanna Drimalla vom Institut für Psychologie der HU gewinnt Dissertationspreis. Die Psychologin erforschte, was der Gesichtsausdruck über Empathie verrät


Dissertationspreisträgerin Dr. Hanna Drimalla
Foto: IGAFA/Matthias Brandt

Dr. Hanna Drimalla erhielt am 12. Februar 2020 den mit 3.000 Euro dotierten Dissertationspreis Adlershof für das Jahr 2019. Ihre Doktorarbeit entstand am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin (Arbeitsgruppe Social Cognition). Sie untersuchte darin mit computerbasierten Methoden, wie sich das Nachahmen von Gesichtsausdrücken (Mimikry) auf Empathie von Menschen auswirkt, und zeigte, dass das Spiegeln von Gesichtsausdrücken beeinflusst, wie Menschen Emotionen erkennen und mitfühlen. Insbesondere erfasste Hanna Drimalla die veränderte Mimikry von Menschen im Autismus-Spektrum und das daraus resultierende Potential für Diagnostik und Interventionen.

Der Dissertationspreis wird seit nunmehr 18 Jahren in Folge für exzellente Doktorarbeiten aus Adlershof vergeben. Stifter sind das Forschungsnetzwerk IGAFA e. V., die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und die WISTA Management GmbH. Eine Jury aus dem Kreis der Stifter nominiert aus den Bewerbungen drei Kandidatinnen bzw. Kandidaten. Diese treten mit 15-minütigen Kurzvorträgen gegeneinander an, um zu beweisen, dass sie nicht nur hervorragend forschen, sondern ihre Inhalte auch einem fachfremden Publikum anschaulich vermitteln können.

Diesmal hatten es neben Dr. Hanna Drimalla auch Dr. Carlos Abad Andrade und Dr. Fabian Beran in die Endrunde geschafft. In ihren Vorträgen ging es um den Einsatz optischer Spektroskopie zur Herkunftsbestimmung von Molekülen (BAM / Graduate School SALSA, Humboldt-Universität zu Berlin) und um die Untersuchung von Verdrängungsprozessen auf dem Berliner Wohnungsmarkt (Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin).

Alle drei Kandidaten verstanden es auf Anhieb, die über 100 Zuhörer im Erwin Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität in Adlershof nicht nur in den Bann zu ziehen, sondern diese auch sehr schnell und konzentriert zu den Kernaussagen ihrer Arbeit zu führen. Sie alle überzeugten mit beeindruckender Kompetenz und beantworteten souverän die Fragen aus dem Publikum. Insofern hatte die Jury am Ende noch einmal eine schwierige Entscheidung zu treffen – schwierig, weil trotz sehr unterschiedlicher Themen die Qualität der Vorträge so beeindruckend war.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

2018 Dr. Martin Maier,  Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin
2017 Dr. Raul Garcia Diez, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Technische Universität Berlin
2016 Dr. Franziska Fischer, Institut für Chemie der HU, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
2015 Dr. Jan Ferenc Kischkat, Institut für Physik der HU und Dr. Neysha Lobo-Ploch, Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
2014 Dr. Markus Krutzik, Institut für Physik, HU                  
2013 Dr. Martin Hempel, Max-Born-Institut / HU
2012 Dr. Charlotte Giesen, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung / HU
2011 Dr. Michael Högele, Institut für Mathematik, HU
2010 Dr. Michael Barth, Institut für Physik, HU
2009 Dr. Robert Gaschler, Institut für Psychologie, HU
2008 Dr. Emad Flear Aziz, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
2007 Dr. Stefan Roggan, Institut für Chemie, HU
2006 Dr. Guido Dornhege, Fraunhofer FIRST
2005 Dr. Stefan Ankirchner, Institut für Mathematik, HU
2004 Dr. Roland Mitric, Institut für Chemie, HU
2003 Dr. Christoph Böhme, Hahn-Meitner-Institut
2002 Dr. Peter Portius, Institut für Chemie, HU

Weitere Informationen

Kontakt

Petra Franz
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: +49 30 2093-1437
petra.franz@uv.HU-berlin.de

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